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Frankfurter Rundschau: Wo bleiben die Visionen

Frankfurt (ots) - Für die Deutsche Bank war dies eine gute Woche. Am Montag kam der Freispruch für fünf Topmanager im Münchner Betrugsprozess. Am Donnerstag folgten Geschäftszahlen, die positiv überraschen. Die Deutsche Bank erwirtschaftete am Jahresanfang einen Gewinn. Es sagt einerseits viel über den Zustand der größten Bank des Landes aus, dass schon dies als Erfolgsmeldung durchgeht. Andererseits ist dieser kleine Überschuss für den neuen Chef John Cryan eine wichtige Hilfe im Ringen um Vertrauen bei Investoren, Beschäftigten und Kunden. Cryan setzt vor allem darauf, die Kosten zu reduzieren und die Bank durch den Rückzug aus allzu riskanten Geschäftsfeldern schrumpfen zu lassen. Seine Kritiker vermissen vor lauter Sparprogrammen die Visionen für eine bessere und nicht nur für eine kleinere Deutsche Bank. Sie fordern ein zukunftsfähiges, neues Geschäftsmodell und liegen damit nicht ganz falsch. Ein vergleichsweise stabiles Quartalsergebnis wird die Skeptiker deshalb nicht verstummen lassen.

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