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Frankfurter Rundschau: Erste Schritte

Frankfurt (ots) - Wenn ein schlecht organisierter Betrieb einen Großauftrag bekommt, läuft er Gefahr, zu scheitern. Die Kunden werden dann woanders hingehen. Letzteres kann dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht passieren - es ist von staatlicher Seite aus zuständig für die vielen Menschen, die nach Deutschland kommen. Die große Zahl der Flüchtlinge hat jedoch gezeigt, wie viele Probleme es in der Behörde schon seit langem gab. Es ist gut, dass der neue Verantwortliche Frank-Jürgen Weise deutliche Worte findet. Es ist unwürdig und inakzeptabel, wenn Menschen monatelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten müssen. Auch das aufgestockte Personal des Bundesamtes wird nur reichen, wenn in diesem Jahr weniger Flüchtlinge ins Land kommen als im letzten. Kommt es anders, braucht Weise noch mehr Sachbearbeiter. Überhaupt ist ja die rasche Bearbeitung der Anträge nur ein allererster Schritt. Für die Integration der Flüchtlinge müssen sich alle Beteiligten mehr anstrengen.

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