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Frankfurter Rundschau: Schützt Prostituierte

Frankfurt (ots) - Es ist ein Skandal und Abhilfe tut Not: Viele Prostituierte in Deutschland sind mutmaßlich keine Geschäftsfrauen, die selbstbestimmt sexuelle Dienstleistungen anbieten. Viele sind Opfer, moderne Sklavinnen von Menschenhändlern und Zuhältern. Diese massenhafte skrupellose Ausbeutung wollte die große Koalition mit einem Prostituiertenschutzgesetz bekämpfen, nun steht sie vor einem Scherbenhaufen. Das ist keine Überraschung. Denn der Gesetzentwurf, der nach langen zähen Verhandlungen zuletzt auf dem Tisch lag, war in Teilen Murks. Unstrittig und überfällig ist eine Reglementierung des Gewerbes: Es darf keine Konzessionen mehr für Betreiber geben, die straffällig geworden sind, und es muss endlich soziale und hygienische Mindeststandards geben sowie Kontrollrechte für Behörden. Was tun? Lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz? Klingt plausibel, aber so einfach darf es sich die große Koalition nicht machen. Das sind sie den Frauen schuldig.

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