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Frankfurter Rundschau: Der Spuk geht weiter

Frankfurt (ots) - Die Alternative für Deutschland steht vor einer Austrittswelle. Man würde sich gerne uneingeschränkt freuen, wenn diese rechtspopulistische Partei sich selbst zerlegt. Und damit einen ähnlichen Weg ins politische Aus beschreitet wie einst die unsägliche Schill-Partei. Doch so einfach ist es leider nicht. Zum einen wird die Demagogin Petry die Tonlage nach Rechtsaußen verschärfen, um im dumpfen Umfeld von Pegida Wähler an sich zu binden. Aber selbst wenn Petry mit ihrer Strategie scheitert und die AfD ins politische Abseits führt, ist damit das Problem noch nicht beseitigt. Die Wahlerfolge der AfD und die Pegida-Aufmärsche zeigen, dass rechts von der CDU sich einiges bewegt hat. Traurigerweise hat bisher keine der etablierten Parteien ein Mittel gefunden, diese Unzufriedenen demokratisch einzubinden. Deren Zorn und Wut wird sich weiter ein Ventil suchen und finden. Teile der Pegida-Anhängerschaft haben sich radikalisiert und treiben ihr Unwesen vor Flüchtlingsheimen im Osten des Landes. Der rechte und populistische Spuk droht mit oder ohne eine starke AfD weiterzugehen.

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