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Frankfurter Rundschau: Mehr EU, nicht weniger

Frankfurt (ots) - Cameron hat sich mit seiner Strategie keinen Gefallen getan. Nun muss der einstige EU-Befürworter als EU-Kritiker durch Europa reisen und mit Regierungschefs irgendetwas aushandeln, mit dem er sein Wahlvolk zufriedenstellen kann, um dann vor dem geplanten EU-Referendum für einen Verbleib des Königreiches in der Union werben zu können. Damit überzeugt er niemand, sondern verstärkt den Ärger seiner Landsleute über "die" Politiker. Stattdessen sollten es Cameron und die anderen Populisten-Imitatoren mal mit überzeugenden Konzepten probieren. Die benötigt die EU dringend. Dabei sollte das Leitmotiv nicht lauten "Weniger ist mehr". Weniger EU würde in der Konsequenz den überwunden geglaubten Egoismus der Nationalstaaten wieder beleben. Ökonomisch und politisch sind kleine Länder in einer globalisierten Welt kaum überlebensfähig. Wer das nicht glaubt, der sei an den möglichen Grexit erinnert, von dem niemand wirklich glaubt, er würde dem krisengeschüttelten Griechenland helfen.

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