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Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Netanjahu

Frankfurt (ots) - Der Iran steht an der Schwelle, Atommacht zu werden. Mit verbalem Bombardement lässt sich das nicht verhindern und mit einem Militärschlag auch nicht. Die beiden Optionen, die Israels Premier zu bevorzugen scheint, scheiden also aus. Die Alternative, mit den Iranern einen Kompromiss auszuhandeln, erfordert Zugeständnisse - für Netanjahu das größte Übel. Er verlangt einen Deal, bei dem die Iraner klein beigeben sollen - was nicht zu haben ist, solange im Nahen Osten um Vorherrschaft und Einflusssphären gekämpft wird. Israel hat dabei öfters kräftig mitgemischt. Auch besitzt das Land, wie inoffiziell jeder weiß, selbst Kernwaffen und soll dank deutscher U-Boote zum atomaren Zweitschlag in der Lage sein. Es ist gut, dass sich der jüdische Staat verteidigen kann. Aber wenn Netanjahu über iranische Zentrifugen spricht, geht es ihm mehr noch um seine Wiederwahl als Premier.

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