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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu jüdischer Auswanderung

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Debatte über jüdische Auswanderung nach Israel:

Vor Antisemitismus und Terror zu flüchten, wäre falsch. Dass ein offenbar überwiegender Teil der europäischen Juden die Antwort selbst gibt, ist von besonderer Bedeutung. Denn diejenigen, die nicht in bewachten Synagogen beten, ihre Kinder nicht unter Polizeischutz in die Schule schicken müssen, hätten da keine Ratschläge zu erteilen (weshalb die Politiker recht daran tun, nichts zu raten, sondern nur die Bereicherung durch das Judentum zu würdigen). Was Netanjahu betreibt, ist ein Hohn auf die Vielfalt, von der freiheitliche Gesellschaften leben - und das gleich doppelt. Zu Hause versucht er, die Realität eines multireligiösen, multiethnischen Israel zu hintertreiben. Und für Europa wäre er bereit in Kauf zu nehmen, dass die Bereicherung der Gesellschaften durch ein lebendiges Judentum erneut am Ende wäre.

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