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Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Pegida

Frankfurt (ots) - Wer in unserem Land keine radikalen Islamisten möchte, sollte die Probleme nicht nur, aber auch in der mangelnden Integrationsfähigkeit der Mehrheitsgesellschaft suchen - nicht, um die Einwanderer von ihrer Verantwortung zu befreien, sondern weil mit religiöser Radikalität und Gewalt nur fertig werden wird, wer die sozialen Ursachen bekämpft. Dass Hartz-IV-Karrieren in der dritten Generation nicht zur Konfliktvermeidung beitragen, sondern die Flucht in simple Weltbilder fördern - das ist keine Entschuldigung für Gewalt, aber eine Erklärung sehr wohl, ob "politisch korrekt" oder nicht. Ja, Protest und Sorgen sind ernst zu nehmen, und wer sie äußert, muss kein rechter Islamhasser sein. Aber denjenigen, die ihr Nichtstun hinter der Legende von der "politischen Korrektheit" verstecken, sollten wir im eigenen Interesse nicht folgen.

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