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Frankfurter Rundschau: Kommentar zur Wahl Sarkozys zum UMP-Chef
Titel: "Sarkozys Rolle rückwärts"

Frankfurt (ots) - "Gerade weil die Krise einmalig ist, könnte sie den Franzosen Anlass sein, aus Gewohntem auszubrechen. Das Ergebnis der UMP-Wahlen lässt sich in diesem Sinne deuten. Sarkozy, 2004 noch mit 85 Prozent der Stimmen zum Parteichef gekürt, musste diesmal mit 64,5 Prozent vorlieb nehmen. Der von ihm erhoffte Erdrutschsieg ist ausgeblieben. Der 45-jährige Nachwuchspolitiker Bruno Le Maire ist ein ernstzunehmender Widersacher des Rückkehrers: Der frühere Landwirtschaftsminister, der überraschend 30 Prozent der Stimmen auf sich vereint hat, darf sich als heimlicher Wahlsieger fühlen. Und dann ist da ja auch noch Ex-Premier Alain Juppé, der 2017 ebenfalls Staatspräsident werden möchte und im Volk wesentlich beliebter ist als Sarkozy. Juppé bleibt ein Rivale auf Augenhöhe."

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