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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Kopftuchverbot

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert das Urteil zum Kopftuch in kirchlichen Einrichtungen:

Die Kirchen leisten gute soziale Dienste, keine Frage. Aber der Lohn ihrer Angestellten fällt nicht vom Himmel, sondern kommt (in diesem Fall) von den irdischen Krankenkassen. Trotzdem dürfen kirchliche Einrichtungen Menschen, die einen abweichenden Glauben bekunden, den Arbeitsplatz nehmen. Das mag dort angehen, wo Katholiken und Protestanten ihren Glaubensritualen frönen. Wo sie mit öffentlichem Geld öffentliche Dienste anbieten, handelt es sich um ein längst überholtes Privileg auf Kosten der Freiheit des Einzelnen. Man muss, ob Patient oder nicht, auch das islamische Glaubensbekenntnis auf dem Kopf nicht mögen. Aber im Namen der einen Religion die andere einzuschränken, das ist das Letzte, was wir gerade in diesen Zeiten brauchen. Wenn die Gesetze so etwas erlauben, dann wird es Zeit, sie zu ändern.

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