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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Mindestlohn

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert den Bundestagsbeschluss zum Mindestlohn:

Sicher handelt es sich um einen erfreulichen Wandel, nachdem Regierungen aller Couleur jahrelang Niedriglohn-Politik betrieben haben. Dem wird nun ein Minimum an Schutz beigefügt, immerhin. Aber das Minimum ist zu wenig. Die Sozialdemokraten würden - säßen sie nicht gefangen in der großen Koalition - nun sicher die folgenden Punkte monieren: Für viele Beschäftigte wird es bis Anfang 2017 dauern, bevor sie den Mindestlohn. Jugendlichen unter 18 Jahren wird der Mindestlohn vorenthalten, weil man ihnen pauschal unterstellt, sie würden für 8,50 Euro auf Ausbildung verzichten. Und Langzeitarbeitslose werden mit einer Wartezeit "bestraft". Für einen echten, flächendeckenden Mindestlohn hätte es im Bundestag eine rot-rot-grüne Mehrheit gegeben. Ist das wirklich schon vergessen?

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