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Schwäbische Zeitung: Politik wie aus dem Bilderbuch - Kommentar zum Gipfelabschluss in Elmau

Ravensburg (ots) - Sollte Wladimir Putins Verhalten irgend etwas Gutes an sich haben, dann vielleicht das: Die G 7 sind näher aneinandergerückt, sie haben sich ihrer eigenen Werte versichert. Die reichen Industrieländer wollen sich nicht als Herren dieser Welt aufspielen, wie Jean Claude Juncker auf Schloss Elmau sagte, sondern sie wollen sich als die Verantwortlichen dieser Welt zeigen.

So haben sie sich verhalten. Sie haben eine solche Vielzahl von Initiativen ergriffen, dass die einzelnen Maßnahmen vielleicht gar nicht genug gewürdigt werden. Vom langfristigen Abschied von der Kohle, um die Erderwärmung zu stoppen, bis zum Kampf gegen den Hunger und der wirksamen Bekämpfung von Epedemien wie Ebola. Wenn 500 Millionen Menschen nicht mehr hungern, wenn 700000 Menschen im Jahr nicht mehr an Antibiotikaresistenzen sterben müssen, dann sind das große Vorhaben. Eine Verantwortungsgemeinschaft der G 7 strebte Gastgeberin Angela Merkel an.

Sicher, manches Ziel ist schon so manches Mal beschworen worden. So auch jenes, dass die reichen Länder 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandproduktes in die Entwicklungshilfe stecken wollen. Doch selbst wenn nur die Hälfte der Absichten verwirklicht würde, käme das der bayerischen Bilderbuchidylle etwas näher.

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