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Schwäbische Zeitung: Bundeswehr: Von der Leyen muss noch kämpfen

Ravensburg (ots) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen scheut sich nicht, das ganz große Rad zu drehen. Sie erinnert an Deutschlands gewachsene Rolle in der Welt ebenso selbstverständlich wie an Kitas für Soldatenkinder und höhere Renten für Soldaten.

Nun haben die Pannen bei den Gerätschaften der Bundeswehr sowie Fehlplanungen bei Rüstungsprojekten in den letzten Wochen für viel Hohn und Spott gesorgt. Tenor: Hat von der Leyen da nichts Wichtigeres zu tun, als sich um Kitas zu kümmern? Es ist die Stärke der Verteidigungsministerin, solche Kritik wegzustecken und ihren Ansatz zu erklären: Beides müsse stimmen, die Einsatzfähigkeit müsse nicht nur beim Material, sondern auch bei der Truppe gesichert werden. Da hat sie Recht.

Allerdings: Die Ankündigungen sind großartig, die Details aber noch lange nicht bis in letzte vereinbart. Die Verteidigungsministerin wird für ihre Vorhaben noch kämpfen müssen.

Notwendig sind auch die Diskussionen um ein neues Weißbuch. Seit Peter Strucks Formulierung von 2002, dass Deutschland auch am Hindukusch verteidigt werden muss, hat sich viel getan. Und es wird viel zu wenig darüber geredet, wo und warum sich Deutschland an internationalen Einsätzen beteiligen soll. Ein neues Weißbuch ist zwar auch kein klarer Kompass, aber eine Orientierungshilfe. Je öffentlicher und breiter diese Diskussion im Vorfeld geführt wird, desto besser.

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