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Schwäbische Zeitung: Unsere Kurden

Ravensburg (ots) - Die Welt scheint aus den Fugen, und alte Feindschaften müssen auf den Prüfstand gestellt werden.

Seit über den Dächern der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane die schwarze Flagge des IS weht, wird auch den letzten Kritikern der kurdischen Sache klar, dass das Menschen aus Fleisch und Blut sind, die aus Kobane fliehen oder die sich gegen die offenbar gut organisierten terroristischen Formationen stemmen.

Aus dem Fall der Stadt und den Protesten von Kurden weltweit lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Wer so gut organisiert wie der IS gegen irakische Peschmerga und kurdische Milizionäre angeht, hat militärisches Knowhow. Es ist zu befürchten, dass im IS auch ehemalige Offiziere des irakischen Diktators Saddam Hussein wirken.

Und zweitens, ist die Sache der Kurden im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus auch die unsere. Es mag viele juristische Einwände dagegen geben den Kurden von Kobane mit Waffen oder Bombardements zu helfen. Doch wer den Kurden im Nordirak hilft, kann nicht in Syrien so tun, als ginge einen das alles nichts an.

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