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Schwäbische Zeitung: Zum mutmaßlichen Spähangriff auf den NSA-Untersuchungsausschuss: Heikle Empörung

Ravensburg (ots) - Ministerpräsident Horst Seehofer empört sich. Der Mann, dem wir den Maut-Schlamassel zu verdanken haben, fordert dringende Aufklärung von den USA. Auch Innenminister Thomas de Maizière soll erbost sein. Und schließlich hat sich noch die Kanzlerin aus Peking zu Wort gemeldet.

Doch leider wirkt die Empörung der Union eben anders als die anderer Parteien. Auch der CDU wohlgesonnene Bürger fragen, wie ehrlich das denn jetzt wohl gemeint sei. Der Makel wird wohl lange an dieser Partei hängen bleiben, dass die Bespitzelung für sie erst dann zum wirklich wichtigen Thema wurde, als sich herausstellte, dass auch das Handy der Kanzlerin von den Amerikanern abgehört worden war.

Die neuerliche Empörung wäre glaubwürdiger, hätte man sich im offiziellen Berlin zumindest den Anschein eines Bemühens gegeben, den Mann einzuladen und zu befragen, der all das ins Rollen gebracht hat: den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden.

Wenn der Unionsempörung tatsächlich Taten folgen, werden wir umdenken.

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