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Schwäbische Zeitung: Kommentar: Pragmatismus statt Parteipolitik

Ravensburg (ots) - Der Fall Asse zeigt, dass die Endlagersuche pragmatisch und nicht aus parteipolitischem Kalkül heraus angegangen werden muss. Dass niemand ein Endlager für Atommüll vor seiner Haustür haben möchte und sich Politiker deshalb scheuen, in ihrem Zuständigkeitsbereich radioaktive Abfälle einlagern zu lassen, ist klar. Allein: Der strahlende Müll ist nun einmal da, und er lässt sich auch nicht wegdiskutieren.

Ein Land, das sich einen milliardenteuren Atomausstieg leistet, sollte auch für seine atomaren Altlasten aufkommen. Dafür braucht es zunächst einmal eine wirklich ergebnisoffene Suche nach einem geeigneten Standort, die nicht von politischen Interessen dominiert ist. Danach muss entschieden werden, wo ein Endlager - so sicher wie nach menschlichem Ermessen möglich - gebaut wird. Denn auch ein Auslagern ins Ausland kommt nicht infrage. Es ist schließlich unser eigener Müll.

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