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Schwäbische Zeitung: Namenlose Helden - Kommentar

Ravensburg (ots) - Die Ukraine erholt sich von der Revolution. Jetzt gibt es Ratschläge von US-Außenminister John Kerry, oder dem Internationalen Währungsfonds. Jeder hat seine sehr eigene Vorstellung, wie es mit diesem Land, das unter Stalin und der Wehrmacht unendlich gelitten hat, weitergehen soll.

Bevor es an die Zukunft geht, sollte innegehalten und die ukrainische Zivilgesellschaft gepriesen werden, die vielen Bürgerinnen und Bürger, die bisher überaus verantwortungsvoll mit jener Macht umgehen, die ihnen zufiel, als Präsident Janukowitsch sich davonmachte.

Noch vor einer Woche erschossen Beamte der Sondereingreiftruppe Berkut mindestens 80 Menschen, weil die demonstrierten. Diese Befehlsbefolger sind entwaffnet, und die ukrainische Zivilgesellschaft hat dem Impuls zur Rache widerstanden. Niemandem, der für die Verbrechen des alten Regimes verantwortlich ist, scheint - bisher - etwas zugestoßen zu sein. Das ist die wahrhaft historische Leistung vieler Namenloser zwischen Tschernobyl und Odessa.

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