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Schwäbische Zeitung: Kommentar - Einen Bürgerkrieg verhindern

Ravensburg (ots) - Neun Menschen wurden am Dienstag in Kiew offenbar Opfer der Kämpfe zwischen Gegnern von Präsident Viktor Janukowitsch und radikalisierten Elementen der Opposition. Nichts könnte das politische Vakuum besser illustrieren, als zwei Ereignisse der vergangenen Tage: Der Oppositionelle Vitali Klitschko kehrt mit leeren Händen von seinem Termin bei Bundeskanzlerin Merkel zurück, und der russische Finanzminister kündigt an, sein Land werde der Ukraine noch in dieser Woche mit zwei Milliarden US-Dollar unter die Arme greifen. Es sind zwei Gruppen, die mit der Zukunft der Ukraine spielen: militante, gewaltbereite Gegner und die Unterstützer des Apparatschik Janukowitsch, die ihre massiven wirtschaftlichen Interessen bewahrt sehen wollen. Die politische Auseinandersetzung in der Ukraine wird gerne mal mit Fäusten ausgetragen. Die Ereignisse vom Dienstag lassen viel Schlimmeres befürchten. Helfen könnten der Westen und Russland, wenn sie denn in einem einig wären: einen Bürgerkrieg in der Ukraine zu verhindern.

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