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Schwäbische Zeitung: Kommentar - Noch ist nichts gewonnen

Ravensburg (ots) - Die SPD richtet sich neu ein. Während Parteichef Sigmar Gabriel schon in seiner Rolle als Vizekanzler angekommen ist und kräftig die Muskeln spielen lässt, muss die neue Generalsekretärin ihre Position erst finden. Sie gilt als eine, die eher mit dem Florett als mit dem Säbel kämpft. Ralf Stegner, der neue Parteivize, ist dagegen eher ein Raufbold alten Schlages. Die SPD wird beide brauchen, auch wenn zur Zeit die Erwartungen in Berlin und Brüssel hoch fliegen und Martin Schulz schon als EU-Kommissionspräsident gehandelt wird. Doch bei der letzten Europawahl hat die SPD nur knapp über 20 Prozent erreicht. Sicher, dieses Ergebnis scheint man toppen zu können. Doch gerade bei der Eurowahl gibt es viele Unbekannte, allen voran das Abschneiden der Eurokritiker. Gabriel hat sich entschlossen, sie direkt anzugreifen. Jede öffentliche Auseinandersetzung hilft den Rechtspopulisten, aber auch den Angreifern aus der SPD oder auch der Union. Die müssen versuchen, Europa als Gewinn zu vermitteln, auch und gerade für den kleinen Mann. Sie müssen klarmachen, dass Deutschland nicht Zahlmeister, sondern Gewinner Europas ist. Martin Schulz, der SPD-Spitzenkandidat mit Bodenhaftung, ist dafür der Richtige.

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