VEDA - Vereinigung deutscher Autohöfe e.V.

ADAC Raststättentest
VEDA fordert objektiven Verbrauchertest

Beispiel eines Autohofs mit getrenntem Schwerverkehr und Personenverkehr. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/101227 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/VEDA - Vereinigung deutscher Autohöfe e.V./Ulf Dahl"

Regensburg (ots) - Tests, die die Verbraucherentscheidungen wesentlich beeinflussen und eine bundesweite Verbreitung erfahren, sollten an klare Richtlinien geknüpft sein. Auftraggeber und die den Test durchführende Firma dürfen keinerlei Geschäftsbeziehungen zu den getesteten Unternehmen unterhalten, weder vor, noch nach dem Test.

Von einem neutralen Institut erfolgt eine Prüfung der für den Verbraucher maßgeblichen Testkriterien und es zertifiziert, dass die ermittelten Ergebnisse auf der Basis wissenschaftlich korrekter Methoden ermittelt werden.

Die Methodik muss veröffentlicht werden.

Die Kritik der VEDA richtet sich an folgende Punkte:

Bei der Ermittlung des für den Verbraucher wichtigen Preis-/Leistungsverhältnisses werden die Tankstellenpreise und die Toilettengebühren, beides auch im Hauptfokus des Kunden, nicht berücksichtigt und gewertet.

Die Bewertungskriterien zur Einschätzung der Verkehrssicherheit ergeben falsche Ergebnisse, auf Autobahn-Raststätten ist aufgrund ihrer Anlage, eine Trennung zwischen Schwerverkehr und Personenverkehr nur sehr eingeschränkt möglich. Auf Autohöfen findet in der Regel sogar eine vollständige Trennung dieser Verkehre statt, durch die prinzipielle Anlage sind Autohöfe verkehrssicherer als Autobahn-Raststätten, was auch bereits eine kurze Recherche im Internet zu Tage führt.

Auch werden Testfehler von den Prüfern gemacht, die die Autohöfe regelmäßig Punkte kosten.

Die zu testenden Autohöfe werden festgelegt und nicht, wie methodisch korrekt, zufällig ermittelt.

Zwischen ADAC und der Tank&Rast, die als 90%iger Betreiber der Raststätten repräsentativ für die Raststätten steht, besteht eine intensive nachhaltige Geschäftsbeziehung, eine "Premiumpartnerschaft". Das heißt, ein Testpartner ist mit dem ADAC geschäftlich verwoben und der andere Geschäftspartner nicht. Aus oben genannten Gründen hält die Vereinigung Deutscher Autohöfe den ADAC Raststättentest für nicht fair und fordert eine Anpassung des Tests.

Der SVG Autohof Lohfelder Rüssel an der A7 bei Kassel wäre beim ADAC Raststättentest 2013 klarer Sieger geworden, wenn:

   - die Spritpreise und Toilettengebühren in der Wertung gewesen    
     wären, 
   - das innovative und vorbildliche Verkehrskonzept entsprechend 
     gewürdigt worden wäre, 
   - nicht von den Testern der  barrierefreie und mit Automatiktüre 
     versehene extra Zugang für Rollstuhlfahrer übersehen worden wäre
     und 
   - die Desinfektionsanlage im Sanitärbereich gewürdigt worden wäre. 

Zu den einzelnen Kritikpunkten können jederzeit detaillierte Ausführungen bei der VEDA angefordert werden.

Wir richten regelmäßig, auch in schriftlicher Form, unsere Kritik an den ADAC und suchen die Gespräche, allerdings hat sich bis heute zu wenig geändert. Es ist der Stil der VEDA weiterhin das Gespräch zu suchen. Wir haben an anderer Stelle gute Erfahrungen mit dem ADAC gemacht. Eine Abschaffung der Tests ist nicht angestrebt, da der Verbraucher diese Tests möchte und diese bei richtiger Handhabung auch durchaus zu Niveausteigerungen aus Verbrauchersicht führen.

Der Vorsitzende der VEDA hält die letztjährig ausgesprochene Einladung an den ADAC-Präsidenten aufrecht, im Rahmen eines Besuchs des Testsiegers die Kritikpunkte konstruktiv zu besprechen.

Pressekontakt:

Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V.

Dr. Lothar Koniarski
1. Vorsitzender
Tel: 0941/ 4008-111

Alexander Ruscheinsky
Vorstand / Verkerspolitischer Sprecher
Tel: 0941/ 30708-23

Herbert Quabach
Geschäftsführer
Tel: 0172/ 5445551
h.quabach@veda-ev.de

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