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Berliner Zeitung: Kommentar zum Ausschluss der russischen Leichtathletik:

Berlin (ots) - Die russischen Funktionäre werden trotz der im Vorfeld der IAAF-Entscheidung bekundeten Demut wohl kaum davon abrücken, sich als Opfer einer großen Verschwörung zu sehen. Die Kronzeugen sind in ihren Augen Verräter, bestenfalls werden die nachgewiesenen Dopingfälle als individuelles Fehlverhalten eingestanden. Aber ohne weiteres wird sich die Politik des Ignorierens und Vertuschens nicht fortsetzen lassen. Das Land, in dem Wladimir Putin regiert, ist auf die Imagezufuhr, die ihm sportliche Erfolge garantieren, dringend angewiesen. Und während Putin und die Seinen glauben, sich im diplomatischen Feld allerlei machtpolitische Kaltschnäuzigkeit erlauben zu können, sind sie doch abhängig vom großen Zauber, den Sportspektakel wie Olympische Spiele und Fußball-Weltmeisterschaften verheißen. Vielleicht hat der Sport am Ende ja doch die disziplinierende Kraft, daran zu erinnern, dass es Regeln gibt, an die man sich besser hält.

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