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Berliner Zeitung: Kommentar zum Massaker von Orlando:

Berlin (ots) - Trumps brutaler und machistischer Populismus kann paradoxerweise mehr dazu beitragen, die Bluttat von Orlando zu verstehen, als es ihm lieb sein dürfte. Denn ein evidenter, gern verdrängter Aspekt ist, dass dieser Anschlag wie fast alle Massaker zuvor von einem Mann verübt wurde. Es ist Männergewalt. Und die hat Gründe. Seit Jahrzehnten gibt es eine Gruppe von Männern, die sich benachteiligt fühlt. Sie fürchtet um ihre Arbeit, ihre soziale Stellung - von Aufstieg ist da ohnehin keine Rede mehr - und ihre "gute alte" kleine Welt, die sie von Globalisierung, Migration und gesellschaftlichen Reformen wie der Homo-Ehe oder der Förderung von Frauen und Minderheiten bedroht sieht.

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