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Berliner Zeitung: Kommentar zum Treffen der G20:

Berlin (ots) - Außer ihrem Problem haben die G20 jedoch nicht viel gemeinsam. Das zeigt die Abschlusserklärung ihres Gipfels vom Wochenende. Im Kern haben sie sich darauf geeinigt, dass jeder tut, was er für richtig hält und was ihm nutzt. Die Bundesregierung hält an ihrer "schwarzen Null" im Haushalt fest und lehnt Forderungen nach höheren Staatsausgaben zur Erhöhung der Nachfrage ab. Großbritannien plant sogar Ausgabensenkungen. China auf der anderen Seite steigert seine Schulden und Staatsausgaben, pumpt noch mehr Kredit in seine Wirtschaft, verhindert so fällige Pleiten chinesischer Unternehmen und erhält auf diese Weise die Überkapazitäten aufrecht, die auf dem Weltmarkt lasten - zum Beispiel in der Stahlproduktion, gegen die die EU bereits Strafzölle erhoben hat.

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