Berliner Zeitung: Zum Stalingrad-Gedenken:

Berlin (ots) - Ob die Schlacht von Stalingrad ein Wendepunkt im Krieg war, ist umstritten. Militärisch war sie es wohl nicht - Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion war schon zuvor ins Stocken gekommen. Psychologisch aber war sie es: Deutschen wie Russen hat sich der Name Stalingrad ins Gedächtnis gebrannt, als Ort einer schicksalhaften, opferreichen Wende. Es wäre angemessen gewesen, den 70. Jahrestag an diese Schlacht gemeinsam zu begehen. Tatsächlich ist ein Osnabrücker Orchester nach Wolgograd gereist, um mit russischen Musikern den Gedenktag zu begehen. Auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war vertreten. Aber außer dem Botschafter Ulrich Brandenburg hat niemand Deutschland als Ganzes vertreten.

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