Polizei Düren

POL-DN: Erneuter Großeinsatz gegen Wohnungseinbrecher

Die Polizei bittet. Bei verdächtigen Beobachtungen sofort die 110 wählen.

Kreis Düren (ots) - "Wir lassen nicht locker!" Kriminalhauptkommissar Edgar Völl leitet zum zweiten Mal binnen weniger Tage einen Schwerpunkteinsatz gegen Wohnungseinbrecher im Kreis Düren.

Nachdem es bereits am vergangenen Freitag zum unangekündigten Großeinsatz gegen Wohnungseinbrecher auf den Straßen im Kreis Düren gekommen war (siehe dazu PM der KPB Düren vom 20.12.2013), sind auch am heutigen Montag, bis in die Abendstunden, kreisweit Kontrollstellen eingerichtet und mobile Streifen unterwegs. Alle haben ein Ziel: Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs.

Die Verringerung der Einbruchszahlen auf ein real erreichbares Mindestmaß wurde bereits vor Jahren zum "Behördenstrategischen Ziel" ernannt. Mit Erfolg, denn entgegen des Landestrends war es der örtlichen Behörde mit breit angelegten, strategischen Maßnahmen bereits 2012 gelungen, die seit 2007 rapide angestiegene Zahl der Einbrüche nicht nur zu stoppen, sondern fast um 20 Prozent zu senken (Fallzahlen 2011:1029; 2012:824 = Reduzierung um 19,92 Prozent). Allerdings: Die Zunahme des Wohnungseinbruchs ist insgesamt betrachtet kein spezielles Dürener Problem, sondern eher ein landes- und sogar bundesweites Phänomen.

"Wir haben schon einiges erreicht", erklärt KHK Völl mit Blick auf die Zahlen, betont aber: "Jeder Einbruch, ist ein Einbruch zu viel."

Auch Polizeibeamte erleben an den Tatorten und in der Opfernachsorge immer wieder, wie erheblich die mit einem Wohnungseinbruch einhergehende Verletzung der Privatsphäre das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig beeinträchtigen kann. "Einbrecher nehmen da keine Rücksicht", erklärt der Leiter des für Wohnungseinbruch zuständigen Kriminalkommissariats und berichtet, dass es ausgerechnet zwischen Weihnachten 2012 und Silvester binnen weniger Tage zu einem signifikanten Anstieg der Einbrüche gekommen war. Täter wissen genau, wann sie besonders auf gute Ausbeute hoffen können. "Zwischen Heiligabend und Silvester gab es 70 Delikte im Kreis. Das war in wenigen Tagen mehr, als sonst der Durchschnitt eines gesamten Monats." Zuviel!

"Wir wollen agieren, statt reagieren", beschreibt KHK Völl das engagierte Motto der mehr als 50 Polizistinnen und Polizisten aus allen Direktionen der Polizeibehörde, die heute massive Präsenz zeigen. Die Einsatzkonzeption sieht dabei erneut, wie am vergangenen Freitag, zahlreiche Kontrollstellen im gesamten Kreisgebiet vor. Dabei werden überwiegend auf den überörtlichen Ein- und Ausfallstraßen Fahrzeuginsassen überprüft. Hinzu kommt ein dichtes Netz von mobilen Raumstreifen, zum Teil auch mit zivilen Polizeifahrzeugen, in den Städten und Gemeinden. "Uns geht es definitiv nicht um Verkehrssünder", grenzt KHK Völl deutlich ab. "Wir werden potentielle Täter abschrecken, aber auch weitere Erkenntnisse gewinnen und hoffentlich auch konkret Einbrüche verhindern." Gesetzt wird auf den Erfolg der aufwändigen Aktionstage, die die Behörde zusätzlich innerhalb der Landeskampagne "Riegel vor! Sicher ist sicher." durchführt.

KHK Edgar Völl hofft aber auch auf das Verständnis der Verkehrsteilnehmer, die an einer Kontrollstelle möglicherweise einmal warten müssen oder selbst überprüft werden. "Wir tun das, um unseren Beitrag zum Weihnachtsfrieden zu leisten. Die Menschen im Kreis Düren sollen sich sicher fühlen. Auch an den Festtagen."

Bereits vor Einsatzende wird ein Zwischenergebnis in einer gesonderten Meldung ab 16:00 Uhr mitgeteilt.

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