Polizei Düren

POL-DN: Polizei kündigt weitere Fahrradkontrollen an

Kreis Düren (ots) - Die Zahl der verunglückten Radfahrer stieg im Jahre 2011 von 244 auf 298 an. Das macht eine Steigerung von immerhin 22,1 % aus. Es bedeutet aber auch, dass beinahe jeder Vierte, der bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet wurde, ein Radfahrer ist. Grund genug, dagegen anzugehen.

Besondere Brennpunkte im Kreisgebiet sind die Ballungszentren Düren und Jülich. Eine schlaglichtartige Untersuchung der Verkehrsunfälle in Düren aus November 2011 unter Beteiligung von Radfahrern machte deutlich, dass die Verursachung zu einem erheblichen Teil bei den Radfahrern selbst zu suchen war oder sie zumindest eine Teilschuld traf.

Bereits vor dem Jahreswechsel wurden durch die Kreispolizeibehörde Schwerpunktmaßnahmen durchgeführt. In drei Einsätzen, die wochenweise aufeinander folgten, kontrollierten die Polizeibeamten der Kreispolizeibehörde Düren insbesondere vor Schulen Fahrräder hinsichtlich der Ausrüstungsvorschriften.

In verkehrsdidaktischen Gesprächen führten die Polizisten Beratungen durch und sanktionierten sowohl Fehlverhalten wie auch Verstöße gegen die Ausrüstungsvorschriften.

Die Dürener Polizei plant für die kommenden Wochen die Fortsetzung dieser Maßnahmen. Am 08., 15. und 29. Februar 2012 werden wieder Schwerpunktaktionen durchgeführt.

"In der noch anhaltenden dunklen Jahreszeit ist es schon abenteuerlich, mit welch mangelbehafteter Ausrüstung und schlecht sichtbarer Kleidung sich Fahrradfahrer auf den Weg machen. Viele Fahrradfahrer sind sich anscheinend gar nicht bewusst darüber, wie schlecht sie von Pkw-Fahrern wahrgenommen werden, wenn ihre Beleuchtung nicht funktioniert oder sie in völlig dunkler Kleidung mit dem Fahrrad unterwegs sind", sagt Robert Houben, der Leiter der Direktion Verkehr. Dieser Umstand kommt noch stärker bei Regenwetter zum Tragen, nämlich immer dann, wenn die Scheiben der Autos von hunderten kleiner Tröpfchen bedeckt sind und damit die Sicht der Pkw-Führer ohnehin stark eingeschränkt ist. Werden durch Radfahrer dazu noch Gehwege oder Radwege in falscher Richtung benutzt, steigt die Gefahr, Opfer oder Verursacher eines Unfalles zu werden, erheblich an.

Die Polizei appelliert deshalb insbesondere an die Eltern, die ihre Kinder mit dem Rad zur Schule schicken, darauf zu achten, dass das Fahrrad speziell im lichttechnischen Bereich den Bestimmungen der StVZO entspricht und die Kinder helle und reflektierende Kleidung, sowie unbedingt einen Helm tragen. Besonders gut geeignet sind die handelsüblichen Warnwesten, die auch vielfach in Pkw mitgeführt werden. Sie sind leicht, nehmen wenig Raum ein und lassen sich bequem über die normale Kleidung ziehen. Durch die reflektierenden Streifen sind Radfahrer sehr gut erkennbar.

Das Fahrrad gewinnt mehr und mehr an Bedeutung als umweltgerechtes und schnelles Fortbewegungsmittel im innerstädtischen Bereich. Funktionieren wird die gemeinsame Nutzung des Verkehrsraumes durch Pkw, Zweiräder und Fußgänger nur dann, wenn die Regeln beachtet werden und Rücksicht genommen wird. Das bedeutet für Radfahrer, sich bewusst darüber zu sein, dass sie keine Sonderstellung in der Frage der Befolgung bestehender Verkehrsvorschriften haben. Autofahrer hingegen müssen lernen, den Radfahrer als gleichwertigen Partner im Straßenverkehr zu akzeptieren und sich ihm gegenüber mit gebotener Vorsicht zu verhalten.

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