Polizei Düren

POL-DN: Senioren aufgepasst: Lasst Euch nicht übers Ohr hauen!

Düren (ots) - Düren/Jülich - Beinahe zeitgleich erschwindelten sich falsche Handwerker am Dienstagmittag Zutritt in die Häuser von Senioren in Düren und Jülich. Ihr Motto: Täuschen - Stehlen - Flüchten. Einer telefonischen Variante wäre eine weitere Frau beinahe zum Opfer gefallen. Alle fahndungsrelevanten Hinweise nimmt die Polizeileitstelle unter der Rufnummer 02421 949-2425 entgegen.

Um 13:00 Uhr klingelte es im Stadtteil Mariaweiler an der Tür einer 82-jährigen Hausbewohnerin in der Rheinstraße. Ein in blauer Monteurskleidung vorsprechender Mann teilte mit, er sei beauftragt, die Wasserrohre zu inspizieren. Die Seniorin ließ den vertrauenswürdig auftretenden mutmaßlichen Wasserwerker eintreten. Da sie dem Unbekannten aufgrund von Gebrechlichkeit nicht so schnell folgen konnte, hatte der Zeit, sich auch unbeobachtet in den Räumen umzuschauen. Am Ende des Hausrundganges wies der nicht legitimierte Betrüger auf ein bald auszuwechselndes Rohr hin und erlaubte sich, gut 170 Euro für seine Bemühungen sofort zu kassieren. Natürlich in bar und ohne Quittung. Nachdem er sich verabschiedet hatte, fiel der Geschädigten auf, dass die in der Küche aufbewahrten Ersparnisse genau so gestohlen worden waren, wie das Bargeld aus einer abgelegten Geldbörse. Den Geld- und Vertrauensverlust muss die Frau jetzt erst einmal verarbeiten. Bei dem Täter handelt es sich um einen etwa 40 Jahre alten, schlanken Mann, der außer blauer Arbeitskleidung auch eine helle Kappe mit blauem Emblem trug. Der Unbekannte sprach fließend Deutsch und war mit einem blauen Kleinwagen vorgefahren, der nicht näher beschrieben werden kann.

Zur selben Zeit hatten zwei andere, ganz in Schwarz gekleidete Männer in Jülich an einem Haushalt in der Herzogin-Jakobe-Straße geläutet. Sie gaben sich gegenüber der 75 Jahre alten Bewohnerin als Kaminfeger aus und wurden eingelassen. Während der eine vorgab im Keller an der Kaminklappe zu arbeiten, suchte der zweite Beteiligte das Obergeschoss auf. Dann verabschiedeten sich die beiden mit dem Hinweis, noch spezielles Arbeitsmaterial besorgen zu müssen. Sie kehrten jedoch nicht zurück und hatten sich auch nicht wirklich für den Rauchabzug des Hauses interessiert. Allerdings hatten sie den Schmuck der Geschädigten aus dem Schlafzimmer gestohlen und sich damit in unbekannte Richtung entfernt. Die Akzent frei Deutsch sprechenden Männer werden auf 25 beziehungsweise 45 Jahre geschätzt. Sie trugen schwarze Cordhosen und schwarze Anoraks.

In einem etwas anders gelagerten Fall ging es für eine 85-Jährige aus dem Jülicher Stadtgebiet gerade noch mal gut aus. Im Tagesverlauf war die allein stehende Seniorin mehrfach von einem ihr unbekannten Mann angerufen worden, der sie offenbar systematisch unter Druck setzte. Er verlangte in sehr rüdem Tonfall Geld von der Frau und drohte ihr mit der Entsendung eines Gerichtsvollziehers, wenn sie sich weigere, Bargeld per Post an eine ihr diktierte Anschrift in der Türkei zu senden. Schließlich war die Jülicherin entnervt und bereit, den willkürlichen Forderungen nachzukommen. Erst als sie bereits eine Postfiliale zum Übersenden eines Geldbriefes aufgesucht hatte, wurde sie dort von einem aufmerksamen Mitarbeiter informiert, der somit verhinderte, dass die Rentnerin Opfer einer Straftat wurde. Bei der Heimkehr erhielt die knapp vor Schaden bewahrte Dame weitere Anrufe mit Geldforderungen, denen sie aber nicht mehr nachkam. Statt dessen informierte sie die Polizei. Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

Die Polizei warnt noch einmal sehr eindringlich davor Fremden, die man nicht selbst bestellt hat, auch nur einen Fuß breit Eintritt in die Wohnräume zu gestatten. Im Zweifel sollten Nachbarn, Angehörige oder sofort die Polizei unter dem Notruf 110 hinzu gezogen werden.

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