Polizei Düren

POL-DN: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Aachen - Entführung in Echtz

Düren (ots) - Am Dienstagmorgen, gegen 09.15 Uhr, kam es im Dürener Stadtteil Echtz in der Steinbissstrasse zur Entführung einer 30 Jahre alten Bulgarin.

Tatzeugen beobachteten, dass mehrere Männer sowie eine Frau das Opfer in einen dunklen Mercedes mit bulgarischem Kennzeichen zerrten und dann in Richtung Mariaweiler davon fuhren. Die Zeugen reagierten geistesgegenwärtig, notierten sich übereinstimmend das Kennzeichen des Fahrzeuges und verständigten unmittelbar danach die Polizei.

Die sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb erfolglos.

Aufgrund einer bundesweiten Fahndungsausschreibung konnte am Nachmittag, gegen 15.30 Uhr, der gesuchte Pkw auf der BAB A 3 in Höhe Aschaffenburg durch die dort zuständige Autobahnpolizei gestellt werden. Die im Fahrzeug angetroffene Geschädigte erklärte den eingesetzten Beamten gegenüber, man habe sie gegen ihren Willen in das Fahrzeug verbracht und sie sei dankbar, nunmehr gerettet zu sein.

Neben ihr wurden zwei 27 und 50 Jahre alte Männer in dem gestoppten Pkw festgestellt sowie eine 49 Jahre alte Frau. Alle drei haben, wie das Opfer auch, die bulgarische Staatsangehörigkeit, hielten sich jedoch zum Teil auch in Düren auf. Die erwähnten Personen wurden vorläufig festgenommen.

Eine unmittelbar bei der Kriminalpolizei in Aschaffenburg durchgeführte erste Vernehmung der Geschädigten ergab, dass die im 7. Monat schwangere Frau Opfer einer Eifersuchtstat geworden ist.

Demnach hatte die auch in dem angehaltenen Fahrzeug angetroffene Ex-Freundin ihres jetzigen Lebensgefährten zusammen mit den beiden Männern die Freiheitsberaubung initiiert, um so an ihr Rache zu nehmen. So habe man ihr in Echtz aufgelauert, sie dann überwältigt und in das Auto gezerrt.

Während der Fahrt habe man dem Opfer unter Gewalt ein Bargeldbetrag in Höhe von etwa 800 Euro sowie ein Mobiltelefon abgenommen. Zudem habe die 49-Jährige ihm auf der Fahrt angedroht, man werde es umbringen, wenn es sich weigern sollte, mit zu fahren. Die Frau sollte nach Bulgarien verbracht werden und dort verbleiben, um so den Kontakt zu ihrem Ex-Freund zu unterbinden.

Bereits im Vorfeld der Tat hatte es mehrere Bedrohungshandlungen in Richtung des Opfers und ihres Lebensgefährten gegeben. Dabei waren sie auch aufgefordert worden, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen. Die Ermittlungen in diesen Fällen und zu möglichen Hintermännern dauern noch an.

Die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg wird gegen die Beschuldigten den Erlass von Untersuchungshaftbefehlen beantragen. Sie werden heute dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.

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