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BKA: Internationale Tagung der Sprengstoffexperten der Polizei Bundeskriminalamt führte Experten aus 35 Ländern zusammen

    Wiesbaden (ots) - Ein Bombenkoffer auf dem Dresdner Hauptbahnhof, die Briefbombenserie in Bayern, die Nagelbombe in Köln - Schlagzeilen in den Medien, hochsensible Arbeit für Spezialisten der Polizei: Sprengstoffermittlungsbeamte und Entschärfer. Ihre Tätigkeit ist gefährlich und technisch höchst anspruchsvoll. Sie müssen sich stets über neue Erkenntnisse und Vorgehenswei- sen informieren, denn der Austausch von Informationen und Erfahrungen kann lebenswichtig sein.

    Einmal jährlich organisiert das Bundeskriminalamt ein "Internationales Symposium für Sprengstoffermittlungsbeamte und Entschärfer unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen". Von Dienstag, 16.11., bis Donnerstag, 18.11.2004, hatte das BKA in das Ostseebad Kühlungsborn eingeladen.

    Internationale Spezialisten stellten bei der Tagung ihre Erkenntnisse zu den Anschlägen und Bombenfunden in der letzten Zeit vor: Der Sprengstoffanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta (09.09.2004) war ebenso Thema wie die Bombenanschläge in Madrid am 11.03.2004.

    Als Beispiele für taktisch richtiges Vorgehen wurden auch "glimpflich" verlaufene Ereignisse -wie das Vorgehen beim Fund von drei ungewöhnlichen Handgranaten aus dem 2. Weltkrieg in Hessen in diesem Jahr- dargestellt.

    Erfahrungsberichte über Sicherheitsmaßnahmen während der Olympischen Sommerspiele in Athen und die theoretische Aufarbeitung einer internationalen Tatortübung in den Niederlanden ergänzten den Themenbereich "Einsatztaktik und -technik".

    In Vorträgen über Stressbewältigung und Arbeitssicherheit wurden zudem die extremen psychischen Belastungen für die Spezialkräfte angesprochen.

    Rund 270 Teilnehmer aus 35 Staaten belegen, dass diese Tagung überstaatliches Ansehen genießt. Die internationale Besetzung der Tagung gewährleistet einen umfangreichen Erfahrungs- und Informationstransfer auch über Grenzen hinweg.

    Die Tagung in Kühlungsborn diente allerdings ausschließlich dem internen Austausch neuer Erkenntnisse und Informationen. Bei der Tagung blieben die Spezialisten unter sich, denn aus Sicherheitsgründen äußern sich Sprengstoffermittler und Entschärfer in der Öffentlichkeit nicht.

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