Bundeskriminalamt

BKA: Pressetermin der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Bundeskriminalamts am 20.07.2017, 11.00 Uhr, im Bundeskriminalamt Wiesbaden

Wiesbaden (ots) - Durchsuchungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie bei tatverdächtigen Nutzern der Internet-Plattform "Chatstep"

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und Polizeibehörden der Bundesländer haben in der Zeit vom 05.07.2017 bis zum 19.07.2017 die Wohnungen von insgesamt 67 Tatverdächtigen in nahezu allen Bundesländern - koordiniert vom Bundeskriminalamt (BKA) - durchsucht und zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer und Datenträger, sichergestellt.

Die 67 Beschuldigten - im Alter von 18 bis 80 Jahren - stehen im Verdacht, unter widerrechtlicher Nutzung des Internet-Dienstes "Chatstep" kinderpornographische Bild- und Videodateien ausgetauscht zu haben. Gegenstand der zwischen den Beschuldigten ausgetauschten Aufnahmen waren Darstellungen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern, sowie von sexueller Gewalt zum Nachteil von Kindern. Der Identifizierung der Tatverdächtigen ging eine sehr gute Zusammenarbeit des BKA mit dem US-amerikanischen Betreiber der Internet-Plattform "Chatstep" voraus, der wie sämtliche US-amerikanische Internetdiensteanbieter aufgrund eines US-Bundesgesetzes verpflichtet ist, festgestellte Fälle des Austausches von Kinderpornographie zwecks Strafverfolgung zu melden.

Im Einzelnen verteilten sich die operativen Maßnahmen wie folgt auf 
die Bundesländer: Baden-Württemberg 5 Tatverdächtige, Bayern 8 
Tatverdächtige, Berlin 3 Tatverdächtige, Brandenburg 3 
Tatverdächtige, Bremen 3 Tatverdächtige, Hamburg 2 Tatverdächtige, 
Hessen 9 Tatverdächtige, Mecklenburg-Vorpommern	1 Tatverdächtiger,
Niedersachsen 9 Tatverdächtige, Nordrhein-Westfalen 8 Tatverdächtige,
Rheinland-Pfalz	4 Tatverdächtige, Saarland 2 Tatverdächtige, Sachsen	
3 Tatverdächtige, Sachsen-Anhalt 3 Tatverdächtige, Schleswig-Holstein
4 Tatverdächtige. 

Die Auswertung der sichergestellten Datenträger der Beschuldigten sowie weitere Ermittlungen dauern an.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt bedanken sich bei den beteiligten Polizeibehörden der Bundesländer für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Am 20.07.2017 stehen Pressevertretern in der Zeit von 11.00 bis 12.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Bundeskriminalamts in Wiesbaden, George-Marshall-Str. 20, 65197 Wiesbaden, Raum A 316, die Leiterin der Abteilung Schwere und Organisierte Kriminalität des Bundeskriminalamts, Frau Dr. Sabine Vogt, und der Pressesprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsan-waltschaft Frankfurt am Main, Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, für O-Töne und zur Beantwortung ergänzender Fragen zur Verfügung.

Akkreditierungen sind vor Ort ab 10.30 Uhr möglich. Zum Betreten des Geländes des Bundeskriminalamtes wird ein gültiger Personalausweis benötigt.

gez. Georg Ungefuk, Oberstaatsanwalt Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) wurde am 01.01.2010 als Außenstelle der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit Sitz in Gießen errichtet. Sie ist erster Ansprechpartner des Bundeskriminalamtes für Internetstraftaten bei noch ungeklärter örtlicher Zuständigkeit oder bei Massenverfahren gegen eine Vielzahl von Tatverdächtigen bundesweit. Als operative Zentralstelle ist sie für besonders aufwendige und umfangreiche Ermittlungsverfahren zuständig. Die ZIT ist zudem nationaler deutscher Ansprechpartner in dem Judicial Cybercrime Network, einem europäischen Netzwerk der Justizbehörden zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

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Telefon: 0611-551 3083
Fax: 0611-551 2323
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