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BKA: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt teilen mit: Verdacht der Untreue - Durchsuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Wiesbaden (ots) - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt Wiesbaden (BKA) durchsuchen seit heute Morgen die Geschäftsräume der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt am Main. Hintergrund der Durchsuchungsaktion ist die von der KfW am 15. September 2008 erfolgte Überweisung in Höhe von 319 Millionen Euro an die zu diesem Zeitpunkt bereits im Insolvenzverfahren befindliche US Bank Lehman Brothers. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main leitete in diesem Zusammenhang ein Ermittlungsverfahren gegen Vorstandsangehörige der KfW wegen des Verdachts der Untreue ein und ersuchte das Bundeskriminalamt um Übernahme der polizeilichen Ermittlungen. Ziel des Verfahrens ist die Feststellung, ob die Verantwortlichen der KfW ihre Vermögensbetreuungspflichten in strafrechtlich relevanter Weise verletzt haben, indem sie, trotz Kenntnis der sich abzeichnenden Liquiditätsprobleme bei Lehman Brothers und vor dem Hintergrund der aufkommenden internationalen Bankenkrise, die Überweisung vom 15. September 2008 nicht verhindert haben. Die KfW hat der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nach Bekanntgabe der beabsichtigten Maßnahme die umfassende Unterstützung und Kooperation bei der Aufklärung des Sachverhaltes zugesichert. Weitergehende Auskünfte können derzeit nicht erteilt werden. Rückfragen bitte an: Bundeskriminalamt Pressestelle Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de Original-Content von: Bundeskriminalamt, übermittelt durch news aktuell

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