Polizeiinspektion Cuxhaven

POL-CUX: Unfallkommission: 50 km/h auf B 71 hat sich bewährt und wird beibehalten

Cuxhaven / Wesermarsch (ots) - Unfallkommission: 50 km/h auf B 71 bleibt

Nach eingehender Diskussion hat die Unfallkommission des Landkreises Cuxhaven bei ihrer Sitzung am 15. März beschlossen, die Geschwindigkeitsreduzierung zwischen Heerstedt und Stinstedt auf der B 71 bei 50 km/h zu belassen.

Die Unfallkommission setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Straßenbauverwaltung, der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei und gegebenenfalls externen Experten, in diesem Fall der Vorsitzende der Damwildhegegemeinschaft Beverstedt und dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft. Sie tagt mindestens einmal im Jahr, um die aktuellen Unfallschwerpunkte aufzuarbeiten. Bei früher erkennbaren Unfallschwerpunkten tritt die Unfallkommission zeitnah zusammen.

Bei der Sitzung am 15.03.2012 wurde die Wildunfallstrecke an der B 71 zwischen Heerstedt und Stinstedt thematisiert. Der zuständige Sachbearbeiter für Verkehrsangelegenheiten bei der Polizeiinspektion Cuxhaven-Wesermarsch, Gerhard Seebode, gleichzeitig Geschäftsführer der Unfallkommission, teilt dazu mit, dass im Rahmen der Sitzung darüber diskutiert wurde, ob die Geschwindigkeit in dem Bereich wieder auf 70 km/h heraufgesetzt werden könnte. Diese Forderung war im Vorfeld laut geworden.

Ausfluss der Sitzung im letzten Jahr war unter anderem, dass in dem Bereich verdeckte Messungen durchgeführt werden sollten, um das tatsächliche Geschwindigkeitsniveau zu ermitteln. Die zuständige Straßenbauverwaltung aus Stade führte diese Messung einmal vor und nach der Installation des Radarblitzers durch. Ergebnis: Vor dem Aufstellen war eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 68 km/h ermittelt worden, danach 58 km/h. Gleichzeitig wurde das Wildunfallgeschehen in dem Bereich an der B 71 analysiert.

Im Jahr 2011 war das Unfallgeschehen rückläufig, nur noch 9 Wildunfälle wurden durch die Polizei aufgenommen. In den Jahren zuvor kam es teilweise bis zu 50 Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung.

"Hier zeigt sich deutlich die Relation niedriger Geschwindigkeiten zum Unfallgeschehen.", so Seebode. " Bei einer Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h steigt die Gefahr, dass die Unfälle wieder zunehmen, auch die Schwere der Unfallfolgen würde ansteigen.

Das Risiko wollten wir nicht eingehen, nachdem die Unfallkommission jahrelang mit verschiedenen Maßnahmen erfolglos versucht hatte, die Unfälle in dem Bereich zu drücken.

So wurden in den letzten Jahren verstärkt die Seitenräume ausgelichtet, Duftzäune installiert, Bäume gefällt, Reflektoren an den Leitpfosten angebracht, die Abschussrate erhöht, eine auffällige Beschilderung aufgebaut. All diese Aktionen führten nicht zu einem signifikanten Rückgang der Unfallzahlen.

Erst die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 50 km/h und das Aufstellen des Radarblitzers ließ die Unfallzahlen nach unten gehen. Die Beibehaltung der 50 km/h ist deshalb aus dieser Sicht erforderlich. Der Beschluss erging einstimmig."

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