Polizeiinspektion Cuxhaven

POL-CUX: Drei Tatverdächtige beim Ausspähen von Kundendaten an Geldautomat auf frischer Tat festgenommen (Bildanlagen der sichergestellten Technik)

Foto: Polizei; manipulierter Kartenleser

    Cuxhaven / Wesermarsch (ots) - Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Stade und der Polizeiinspektion Cuxhaven / Wesermarsch

    Drei Tatverdächtige beim Ausspähen von Kundendaten an Geldautomat auf frischer Tat festgenommen (Bildanlagen der sichergestellten Technik)

    Cuxhaven. Wegen des Verdachts des Ausspähens von Kundendaten an einem Geldautomaten haben Polizeibeamte am Samstagabend in der Cuxhavener Innenstadt drei rumänische Staatsangehörige im Alter zwischen 28 und 45 Jahren auf frischer Tat festgenommen. Nachmittags wurde bemerkt, dass verdächtige Personen am oberen Teil eines Geldausgabeautomaten eine Kameraeinheit anbrachten.

    Um 21.15 Uhr wurde ein Tatverdächtiger von Polizeibeamten beim Ausbauen der Kameraeinheit beobachtet und anschließend noch im Foyer mit den Beweismitteln vorläufig festgenommen. Die beiden mutmaßlichen Mittäter wurden zur selben Zeit vor der Bank festgenommen.

    Einer der Männer trug das Originalkartenlesegerät für den Eingangsbereich bei sich. Das offensichtlich von den Tätern eingesetzte Kartenlesegerät zum Auslesen des Magnetstreifens befand sich noch am Tatort.

    Ein zweiter Geldausgabeautomat im Foyer der Bankfiliale wurde durch Manipulation außer Betrieb gesetzt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade erließ das Amtsgericht Cuxhaven Untersuchungshaftbefehle gegen alle drei Männer. Das Kartenlesegerät und die Kameraeinheit wurden sichergestellt.

    Seit einiger Zeit mehren sich bundesweit Fälle des sogenannten Skimmings. Skimming (engl.: abschöpfen, absahnen) ist ein Verfahren, mit dem Täter Daten von EC- und Kreditkartendaten ausspähen und anschließend, meist im Ausland, mit einem angefertigten Kartenduplikat Geld abheben.

    Das Ausspähen geschieht durch Manipulationen an Türöffnern von Kreditinstituten oder Geldausgabeautomaten mittels eines Vorsatzgerätes. Hierzu werden von den Tätern als Attrappen Bauteile gefertigt, meist Kunststoffblenden, die in Form- und Farbgebung dem Originalgerät gleichen und somit unauffällig bleiben. Mit diesen passgenauen Attrappen, die teilweise sogar das Tastaturfeld umfassen, können die Täter die Magnetstreifendaten der EC- und Kreditkarten mittels eines Datenchips zwischenspeichern und die Daten bereits bei der Einführung in den Kartenschacht auslesen. Zusätzlich wird mit einer Mini-Kamera die Geheimnummer (persönliche Identifikations-Nummer) aufgenommen. Zusammen mit den Daten aus dem Magnetstreifen wird von den Tätern eine gefälschte Karte hergestellt und anschließend eingesetzt.

    Sollten Sie Geschädigter einer Datenausspähung oder eines Diebstahles geworden sein, melden Sie es sofort Ihrem Kreditinstitut, der Polizei "Notruf 110" und dem zentralen Sperr-Notruf unter "Telefon: 116 116".

    - Lernen Sie am besten Ihre PIN auswendig und vernichten Sie den PIN-Brief. - Auf keinen Fall sollte die PIN irgendwo notiert werden. Auch nicht im Adressbuch getarnt als Telefonnummer o.ä.) - Bei der Eingabe der PIN am Geldautomaten oder im Handel immer darauf achten, dass niemand den Vorgang beobachten kann; bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche Helfer höflich aber bestimmt auf Distanz zu bleiben. - Verdecken Sie die PIN-Eingabe, in dem Sie die Hand oder Ihre Geldbörse als Sichtschutz dicht über die Tastatur halten. - Befolgen Sie keine Hinweiszettel, die zur mehrmaligen Eingabe der PIN auffordern. - Achten Sie vor der Abhebung auch auf die äußere Beschaffenheit des Geldautomaten und melden Sie auffällige Veränderungen (z.B. am Karteneinzugsschacht) sofort an die Polizei.

    Ausführliche Tipps erhalten Sie unter anderem im Internet unter: www.polizei-beratung.de

    Kontakt für Pressenachfragen: Anke Rieken Tel.: 04721 / 573404 Polizeiinspektion Cuxhaven / Wesermarsch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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