Polizeidirektion Hannover

POL-H: Erfolgreicher Polizeieinsatz am Vatertag

Hannover (ots) - Traditionell zum Himmelfahrtstag haben sich auch dieses Jahr wieder die "Väter" in Gruppen zu Tagestouren im Deister (Springe), rund um das Steinhuder Meer (Neustadt a. Rbge.) und am Maschsee zusammengefunden. Die Polizei Hannover begegnet diesem Event, welches in den vergangenen Jahren mit übermäßigem Alkoholgenuss bei Jugendlichen einherging, seit einiger Zeit mit einem erfolgreichen Präventionskonzept. Auch dieses Jahr ist das Konzept aufgegangen - es blieb überwiegend friedlich.

In den letzten Jahren hatten sich die Regionen im Deister und um das Steinhuder Meer als "Hochburgen" für Partys überwiegend junger Menschen und den damit obligatorischen Trinkgelagen herauskristallisiert. Nicht selten endeten diese in heftigen Auseinandersetzungen. Krawallen und dem sogenannten "Komasaufen" von Jugendlichen begegnet die Polizei seit Jahren mit einer umfassenden Präventionsarbeit und konsequentem Einschreiten. In den letzten drei Jahren zeigte das Konzept stetigen Erfolg - die Exzesse nahmen immer weiter ab. Der Polizeiinspektion Garbsen ist es beim heutigen Schwerpunkteinsatz in beiden Bereichen durch frühzeitiges und konsequentes Einschreiten wiederum gelungen, problematische Situationen erst gar nicht ausufern zu lassen. Das Fazit vorweg: Auch in diesem Jahr gab es die erfolgreiche Wiederholung eines friedlichen und sicheren Vatertagsverlaufes. Die Einsatzleiterin, Kriminaloberrätin Andrea Pohl, griff das bewährte Konzept auf und hat das Ziel "Agieren vor Reagieren" erfolgreich umgesetzt. Im Deister waren dieses Jahr überwiegend kleine Gruppen unterwegs, die Polizei geht von etwa 1000 Ausflüglern aus. Positives Fazit hier: Es gab keinen einzigen festgestellten Fall übermäßigen Alkoholmissbrauches von Kindern oder Jugendlichen! In den Nachmittagstunden kontrollierten die Einsatzkräfte eine Gruppe von sechs Personen auf dem Weg zu den "Wasserrädern" (Wennigser Mark), bei denen vier Schreckschusspistolen, dazugehörige Munition und einige sogenannte "Polen-Böller" sichergestellt wurden. Die Betroffenen erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffen- und gegen das Sprengstoffgesetz. Gegen 14:30 Uhr haben Polizeibeamte an der Deisterhütte eine etwa 35-köpfige Personengruppe im Auge gehabt, von denen sich zwei Männer abgesondert standen und sich etwas "übergaben". Wie sich herausstellte, handelte es sich um sechs Gramm Marihuana. Gegen den 19-jährigen Betroffenen leiteten sie ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Bei der Personalienfeststellung kam es innerhalb der Gruppe dann zu Tumulten und es flogen einige Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte. Verletzt wurde niemand, die Lage war schnell unter Kontrolle und die Feiernden durften weiterziehen. Die bekannten Punkte Teufelsbrücke, Kreuzbuche und Annaturm waren dies Jahr kein Anziehungspunkt für grölende und randalierende Personen - es blieb hier während des gesamten Tages ruhig. Allein in etwa 300 Metern Entfernung zur Kreuzbuche steckten Unbekannte gegen 13:30 Uhr einen Hochsitz in Brand. Die Flammen wurden von der Feuerwehr jedoch schnell gelöscht und richteten keinen weiteren Waldschaden an. Den Kammweg bewanderten über den Tag fast überwiegend Familien mit ihren Kindern - die Stimmung war insgesamt gelöst und friedlich. Auch an der Weißen Düne in Mardorf und an den Strandterrassen in Steinhude gab es fast nur gute Meldungen. Beide Orte waren wieder Anziehungspunkt für alle Altersklassen, die Polizei zählte jeweils etwa 700 Personen und es waren nur wenige Alkoholexzesse bei Minderjährigen festzustellen. Allerdings gab es an der Weißen Düne bei einem 16-Jährigen den Spitzenwert von 2,46 Promille, er wurde seinen Eltern übergeben. Bei einer Jugendlichen (16 Jahre) wurde der Höchstwert mit 2,2 Promille gemessen. Insgesamt wurden 54 Alkoholverstöße bei Minderjährigen festgestellt. Die Polizeibeamten leiteten 42 Ermittlungsverfahren wegen diverser Straftaten ein, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Damit ist die Anzahl der Straftaten ähnlich der zum Vorjahr (48). Sie führten zudem 371 Personalienfeststellungen und 189 sogenannte "Gefährderansprachen" durch. Kriminaloberrätin Andrea Pohl ist sehr zufrieden mit dem Einsatz, "Der Präventionseinsatz zeichnet sich nicht nur durch ein professionelles Vorgehen der Einsatzkräfte aus, sondern insbesondere durch deren besonnenes Verhalten beim "Gewährenlassen". Ich sehe das Konzept wieder einmal bestätigt." Sowohl in Steinhude als auch an der Weißen Düne waren die Plätze gegen 20:00 Uhr fast vollständig von den Feiernden verlassen worden. Größere Ausschreitungen oder Auseinandersetzungen hat es in diesem Jahr nicht gegeben.

Die Abschlussbilanz für den Maschsee: Erfreulicherweise konnte die Polizei hier bei keinem Minderjährigen einen Alkoholverstoß feststellen. Der größte Teil der Maschseebesucher verhielt sich friedlich und es kam nur vereinzelt zu Störungen. Die Beamten mussten eine Anzeige wegen Diebstahls, eine wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz (Zünden von Böllern), eine wegen Sachbeschädigung durch Graffiti an einem Fitnessstudio, eine wegen Beleidigung von Polizeibeamten und drei wegen wechselseitiger Körperverletzung einleiten. Außerdem nahmen die Ermittler vier Personen vorübergehend in Gewahrsam, weil sie zuvor ausgesprochenen Platzverweisen nicht nachkamen. Darüber hinaus hatte die Polizei vier gefährliche Körperverletzungen zu verzeichnen. Bei einer Schlägerei kam es am Karl-Thiele-Weg am Maschsee zu einer Schlägerei von zwei größeren Personengruppen, bei der ein 16-Jähriger schwere Schnittverletzungen im Gesicht durch eine Flasche davontrug. Polizisten, die mit einem Boot auf dem Maschsee unterwegs waren, hatten die Auseinandersetzung gesehen, das Boot angelandet und den 23-jährigen Täter nach einer kurzen Verfolgung festgenommen. Der Tatverdächtige hatte einen Atemalkoholwert von 1,82 Promille. Nach seiner vorläufigen Ingewahrsamnahme wurde er im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten in eine Klinik, in der er stationär behandelt wird. In Rahmen der Aufnahme einer anderen gefährlichen Körperverletzung trat ein 20-jähriger Tatverdächtiger (1,35 Promille) einen Polizeibeamten in die Rippen, der nur aufgrund seiner getragenen Schutzausstattung keine Verletzungen davontrug. Gegen den 20-Jährigen wird nun auch wegen Widerstandes ermittelt. Ein weiteres Körperverletzungsdelikt ereignete sich gegen 21:00 Uhr im Maschpark. Dort traten zwei alkoholisierte Männer offensichtlich grundlos auf mehrere dort feiernde Besucher ein. Einer Person, die bereits auf dem Boden lag, traten sie gegen den Kopf. Beamte konnten die Tatverdächtigen festnehmen. Es wurden vier Personen verletzt, von denen eine ambulant in einer Klinik versorgt wurde. Die Ermittlungen hierzu dauern an. /gl, tr

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