Polizeidirektion Hannover

POL-H: Zahlreiche Verstöße bei Großkontrolle - Abschlussbilanz

Hannover (ots) - 720 Beamte der Polizeidirektion Hannover haben heute Nachmittag rund um die Stadt ganzheitliche Kontrollen von Autofahrern durchgeführt. Zum Einen sollten sie der Bekämpfung der Eigentumskriminalität, zum Anderen der Senkung der Verkehrsunfallzahlen dienen.

Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit sowie die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss zählen nach wie vor zu den häufigsten Verkehrsunfallursachen in der Stadt und Region Hannover. Ein weiteres wichtiges Ziel der Kontrollen ist die Senkung der Wohnungseinbruchdiebstähle, die im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover um rund 40 Prozent von 2011 (1 976 Taten) bis 2012 (2 782 Taten) angestiegen sind. Im Rahmen der Großkontrolle haben die Polizisten unter diesen Gesichtspunkten zahlreiche Fahrzeuge angehalten und überprüft. Dazu haben sie an den Ausfallstraßen rund um die Stadt Hannover (Bundesstraße (B) 441, B 65, Landstraße (L) 382, B 188, B 443, B 217, Kirchhorst, B 6, B 3, BAB 352) insgesamt zwölf Kontrollstellen aufgebaut. Sowohl an der B 3 als auch an der B 217 wurden dabei Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. In der Zeit zwischen 15:00 und 20:00 Uhr wurden insgesamt 2 212 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei mussten die Beamten zahlreiche Verstöße ahnden: In vier Fällen leiteten sie Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Gegen 177 Fahrer wurden Ordnungswidrigkeiten wegen Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung oder Straßenverkehrszulassungsordnung eingeleitet. Zudem führten die Beamten 117 Alco-Tests und 89 Drogenvortests durch. Davon führten zehn zu Blutentnahmen. Ein 26-Jähriger saß um 19:15 Uhr an der B 3 unter Drogeneinfluss hinter dem Steuer, als ihn die Polizisten herauswinkten. Ein Schnelltest verlief positiv. Zur Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen brachten ihn die Ermittler zur Polizeistation in Hemmingen. Bei seiner Durchsuchung fanden sie zehn Gramm Marihuana, drei Tabletten Amphetamin, eine Feinwage und eine Konsumeinheit LSD. Gegen ihn wird nun wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. An der B 3 und B 217 maßen die Beamten die Geschwindigkeit mit Laserpistolen. Hier führten die Polizisten neben der Erhebung von Verwarn- und Bußgeldern mit 14 Fahrerinnen und Fahrern, die die Verstöße begangen hatten, ermahnende Gespräche und wiesen sie auf die Auswirkungen ihrer Verhaltensweisen hin. Die Masse zeigte sich einsichtig. An der Messstelle an der B 3 bei der das ESO-Messverfahren eingesetzt war, stellten die Beamten 39 Geschwindigkeitsverstöße fest, die mit Verwarn- bzw. Bußgeldern und zweimal Fahrverboten geahndet werden. Der traurige Spitzenreiter war in der 100er-Zone mit 158 km/h unterwegs gewesen. Ihn erwartet eine Strafe von 240 Euro, vier Punkte in Flensburg und er muss zusätzlich zu den Einträgen in das Verkehrszentralregister für vier Wochen auf seinen Führerschein verzichten. Dem Gesichtspunkt der Kriminalitätsverhütung bzw. - aufklärung konnten Polizisten ebenfalls Rechnung tragen. Die Ermittler leiteten ein Verfahren wegen Diebstahls sowie acht wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein und stellten in einem Fall vermeintliches Diebesgut sicher. Zwei Personen, gegen die Haftbefehle vorlagen, wurden festgenommen. Die Polizeidirektion Hannover wird auch weiterhin Schwerpunktkontrollen durchführen, um Kriminalität zu bekämpfen, Autofahrer zu sensibilisieren und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. / tr

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