Polizei Hamburg

POL-HH: 170707-3. G: 20 Ergänzungsmeldung der Polizei Hamburg

Hamburg (ots) - Zusätzliche Informationen zum Verlauf des Aufzugs "für eine solidarische Welt - gegen den G20-Gipfel in Hamburg" (siehe dazu auch Pressemitteilungen 170706-16, 170706-17 u. 170707-1)

Die Anzahl der Aufzugsteilnehmer "Für eine solidarische Welt - gegen den G20-Gipfel in Hamburg" hatte sich bis um 19:00 Uhr auf 12.000 erhöht. Der überwiegende Anteil, etwa 10.000 Personen, waren friedliche Teilnehmer. An der Spitze formierte sich zwei Gruppen aus jeweils etwa 1.000 Personen bestehender schwarzer Block, dessen Teilnehmer sich bereits unmittelbar nach Aufzugsbeginn vermummten. Viele trugen Rucksäcke mit der entsprechenden Wechselkleidung bei sich. Der Aufzug wurde daraufhin gestoppt und die Teilnehmer wurden mehrfach durch die Polizei aufgefordert, die Vermummung wieder abzulegen. Parallel hierzu versuchte der Anmelder , die Teilnehmer dazu zu bewegen. Dies war über einen Zeitraum von etwa 30 bis 45 Minuten nicht erfolgreich. Daraufhin wurde beschlossen, diesen Teil vom restlichen Aufzug zu trennen, um der großen Zahl der friedlichen Teilnehmer die Fortsetzung des Aufzugs in Richtung der Straße Pepermölenbek zu ermöglichen. Im Verlauf der nun eingeleiteten Trennung kam es zu massivem Bewurf der eingesetzten Polizeikräfte mit Steinen und Flaschen durch den schwarzen Block und zu Angriffen mit Stangen . Teile der Gewalttäter erklommen eine Flutschutzmauer und setzen den Bewurf von oben auf die Polizeibeamten ebenso massiv und unvermindert fort. Zu diesem Zeitpunkt war die Versammlung noch nicht aufgelöst. Nach wie vor bestand das Ziel, einen friedlichen Aufzug für die noch vor Ort befindlichen friedlichen Teilnehmer zu gewährleisten. Um 20:09 Uhr erklärte der Versammlungsleiter den Aufzug für beendet. Durch ehemalige Teilnehmer des Aufzugs kam es im weiteren Verlauf in angrenzenden Straßen in den Stadtteilen St.Pauli, Altona und Sternschanze zu diversen schweren Straftaten wie Sachbeschädigungen an geparkten Pkw, Baustellen, Lichtzeichenanlagen, Banken, Geschäftshäusern und dem Amtsgericht Altona sowie zahlreichen Brandstiftungen an geparkten Pkw und zuvor auf der Straße errichteten Barrikaden. Parallel bildeten sich aus dem vor Ort verbliebenen Teilnehmerfeld zwei neue Spontanversammlungen. Diese wurden angemeldet und nach einer Kooperation mit den Anmeldern unter Polizeibegleitung durchgeführt. Beide konnten zum Ende geführt werden, allerdings kam es auch hier zu Vermummungen und einzelnen gewalttätigen Aktionen. Nach bisherigem Stand wurden im Verlauf des Einsatzes mindestens 111 Polizeibeamte verletzt. Zahlen verletzter Demonstrationsteilnehmer oder unbeteiligter Personen liegen derzeit noch nicht vor. Es kam nach jetzigem Stand (08:00 Uhr) zu 29 Festnahmen und 15 Ingewahrsamnahmen.

Schr.

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