Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (641) Pkw- und Garageneinbrecher ermittelt

    NÜRNBERG/FÜRTH/SCHWABACH/ERLANGEN (ots) - In der Zeit von Mitte Oktober 2003 bis etwa Mitte November 2003 häuften sich sowohl in den Stadtgebieten Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach als auch in angrenzenden Gemeinden der Landkreise eine Vielzahl von Diebstählen aus Garagen, Geräteschuppen und Kellern. Dabei war festzustellen, dass der oder die unbekannten Einbrecher vorwiegend in unversperrte Räume eindrangen. In den Garagen wurden in der Regel unverschlossene Fahrzeuge geöffnet und daraus u. a. Autoradios gestohlen. In etlichen Fällen wurden die Kraftfahrzeuge auch aufgebrochen. Bevorzugtes Diebesgut waren überwiegend Mobiltelefone, Bargeld, Werkzeuge, Bekleidungsgegenstände und Sportartikel. Teilweise von den Grundstücken gestohlene Fahrräder wurden später an anderen Tatorten wieder aufgefunden.

    Auf Grund der Vorgehensweise musste von einer Serienstraftat ausgegangen werden. Bei der Fallaufklärung war deshalb eine enge Kooperation der Kriminalpolizeien Nürnberg, Schwabach, Fürth und Erlangen erforderlich. Trotz etlicher Ermittlungsansätze gelang es jedoch zunächst nicht, einen Tatverdächtigen zu ermitteln.

    Erst als am 25.01.2004 nach einem Pkw-Aufbruch in Baiersdorf im Schutzbereich der Polizeidirektion Erlangen ein 18-jähriger Pole von einer Zivilstreife festgenommen werden konnte, gelang der Durchbruch bei den Ermittlungen. Der 18-jährige hatte über ca. 5 Kilometer Länge bis ins Stadtgebiet Erlangen verräterische Spuren im Schnee hinterlassen. Im Laufe der Folgevernehmungen bestätigte sich der dringende Tatverdacht, dass der 18-Jährige für die Seriendiebstähle verantwortlich gemacht werden kann. In der Zwischenzeit räumte er bei den Fahndern rund 100 Pkw-Aufbrüche im Raum Schwabach, im Nürnberger Land und in Fürth und dazu 50 Diebstähle aus Garagen in den Außenbezirken des Stadtgebietes Nürnberg ein. Der Diebstahlsschaden dabei beträgt rund 40.000 Euro. Bei Durchsuchungen konnte nur noch ein Bruchteil des Diebesgutes sichergestellt werden. Das meiste davon hatte der Tatverdächtige bereits an Landsleute weiter verkauft, um seinen Unterhalt damit zu finanzieren.

    Zu seinen Diebestouren fuhr er meist vom Hauptbahnhof Nürnberg aus mit dem letzten Zug bzw. der letzten S-Bahn und kehrte erst am Morgen schwer bepackt die Rückreise an, um seine Beute anschließend gleich an wartende Hehler, gegen die nun ebenfalls ermittelt wird, abzugeben.

    Der Tatverdächtige, der bereits seit 1996 in Deutschland lebt, befindet sich in der Zwischenzeit auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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