Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1448) Motorradreifen bis unter das Stahlgewebe abgefahren

    Nürnberg (ots) - Am 24.09.2003, gegen 14.00 Uhr, traute eine Streife der Verkehrspolizei Nürnberg am Frankenschnellweg ihren Augen nicht. Der Hinterreifen des vor ihnen haltenden Motorrades glänzte und funkelte im Sonnenlicht wie frisch poliert.

    Die Beamten stellten bei der anschließenden Kontrolle der "Straßenrennmaschine", einer Honda CBR (Höchstgeschwindigkeit über 250 km/h) fest, dass das Stahlgewebe des Hinterreifens auf dem gesamten Umfang bereits deutlich sichtbar war. Die Stahlfäden des Karkassengewebes waren bereits mehrfach gerissen. An zahlreichen Stellen war nur noch die so genannte "Seele" des Reifens vorhanden, ein Gewebe, das keinerlei Tragfähigkeit besitzt, sondern nur das Entweichen von Luft verhindert.

    Dieser Reifenzustand war dem Motorradfahrer (45) aus dem Landkreis Neumarkt sehr wohl bekannt. Er war nach eigenen Angaben auf dem Weg zu seinem Reifenhändler im 130 km entfernten Schwäbisch Hall. Dort wäre er mit Sicherheit nie angekommen.

    Unter Polizeibegleitung wurde der Motorradfahrer mit Schrittgeschwindigkeit zum nächst liegenden Reifenhändler gebracht. Selbst der Reifenmonteur schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Sein Kommentar zum Fahrer: "Seien Sie dankbar, dass Sie der Polizei begegnet sind. Ab heute können Sie zwei Mal im Jahr Geburtstag feiern".

    Da der 45-Jährige zudem eine nicht genehmigte, aber dafür sehr laute Racing-Auspuffanlage montiert hatte, erwartet ihn nun ein saftiges Bußgeld sowie Punkte in Flensburg.

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