Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1229) Betrügerbande ermittelt - hoher Sachschaden

    Nürnberg (ots) - Das Fachkommissariat für Sonderformen der Eigentumskriminalität der Nürnberger Kriminalpolizei konnte jetzt einen Ermittlungskomplex abschließen, bei dem eine fünfköpfige Bande in betrügerischer Absicht bei mehr als 130 Firmen und Privatpersonen Waren bestellt hat und dabei ein Sachschaden im Wert von ca. 175.000 Euro entstanden ist.

    Wie die Ermittlungen ergaben, hatten die beiden Haupttäter, ein deutsches Pärchen aus Nürnberg im Alter von 22 und 23 Jahren, bereits Ende 1997 mit den Warenbestellungen begonnen. Dabei richteten sie ihr Hauptaugenmerk auf Güter wie Elektronikartikel, Bekleidung, Lebensmittel, Handyverträge etc. Die Waren wurden geordert und in der Regel kurz nach Erhalt zum halben Preis originalverpackt wieder An- und Verkaufsgeschäften angeboten. Dem Betrügerpärchen schlossen sich 1999 ein 28-jähriger Deutscher aus Nürnberg und in der Folgezeit noch zwei weitere Deutsche (20 und 21 Jahre) an. Sobald die betrogenen Firmen ihrerseits wegen der nicht bezahlten Waren Forderungen stellten bzw. Inkassobüros beauftragten, wechselten die Betrüger ihre Wohnadressen oder bestellten später nur noch mit fingierten Namen.

    Auf die Spur des Quintetts war man Ende des Jahres 2002 gekommen, weil der 23-jährige Haupttäter auffällig oft bei einem An- und Verkaufsgeschäft in der Nürnberger Innenstadt als Verkäufer aufgetreten war und dort originalverpackte Handys und hochwertige Unterhaltungselektronik anbot und dieses Geschäft bereits im Visier der Ermittler stand.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg wurden deshalb Durchsuchungsbeschlüsse beim zuständigen Amtsgericht erwirkt. Im Rahmen dieser Durchsuchungen konnten schließlich umfangreiche Beweismittel (Bestellzettel, originalverpackte Waren) sichergestellt und die fünf Tatverdächtigen vorläufig festgenommen und überführt werden.

    Der Ermittlungsaufwand war erheblich. Der gesamte Ermittlungskomplex erstreckt sich bislang über 224 Einzelfälle. Der größte Teil der betrügerisch erlangten Waren ist bereits abgesetzt worden.

    Gegen alle Fünf wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges eingeleitet. Gegen Tatverdächtige, die die Waren ankauften, wird wegen Hehlerei ermittelt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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