Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (369) Nürnberger Kriminalpolizei schließt Ermittlungen in Sachen Operation PECUNIA erfolgreich ab.

    Nürnberg (ots) - Wie mehrfach berichtet, waren im September 2002 im Rahmen einer bundesweiten Durchsuchungsaktion im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornographie im Internet unter dem Namen "Operation PECUNIA" mehr als 800 Objekte von Kriminalpolizeien der einzelnen Bundesländer durchsucht worden. Ausgang dieser Durchsuchungsaktion waren Ermittlungen amerikanischer Polizeibehörden im US-Bundesstaat Texas im Februar 1997.

    Schwerpunkt der Ermittlungen in Mittelfranken war das Stadtgebiet Nürnberg. Diese wurden federführend vom zuständigen Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei durchgeführt. Die Ermittlungen sind nun weitgehend abgeschlossen.

    Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg wurden beim zuständigen Amtsgericht die erforderlichen Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt und im Stadtgebiet Nürnberg 15 Objekte durchsucht. Dabei konnten 30 Computeranlagen sichergestellt und ausgewertet werden. Die Ermittler sichteten ca. 4000 Datenträger (CDs, Videos, Disketten) und fanden 500.000 Bilder mit pornographischem Inhalt. Von diesen Bildern konnten ca. 20.000 Kinderpornos herausgefiltert werden.

    Zur qualitativen Auswertung der gesicherten Bilder benötigten zwei Kriminalbeamte mehrere Monate und leisteten dafür rund 1000 Arbeitsstunden. Während der Sichtung der einzelnen Bilder waren beide Beamte einer enormen psychischen Belastung ausgesetzt.

    In Nürnberg wurden gegen 15 Männer im Alter zwischen 35 und 45 Jahren Ermittlungsverfahren wegen Verschaffens und Besitz von Kinderpornographie eingeleitet. Die Tatverdächtigen hatten sich aus den unterschiedlichsten Motiven (Neugier, Sammeltrieb) gegen Bezahlung über das Internet Zugang zu Seiten mit Kinderpornographie verschafft und die Abbildungen entsprechend heruntergeladen. Die Ermittlungsunterlagen der Kriminalpolizei werden nun an die Staatsanwaltschaft in Nürnberg abgegeben, die über den weiteren Fortgang des Strafverfahrens entscheiden wird. Der Termin, an dem die Verfahren bei der Staatsanwaltschaft abgeschlossen werden, ist zurzeit noch nicht abzusehen.

    Sowohl in präventiver als auch in repressiver Hinsicht war die Operation PECUNIA aus Sicht der Nürnberger Kriminalpolizei ein großer Erfolg. Dieser wurde nicht zuletzt auch aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden (Staatsanwaltschaft, zuständige Amtsgerichte, Polizeien des Bundes und der Länder) ermöglicht.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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