Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (64) Waffenarsenal sichergestellt

    Nürnberg (ots) - Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-West stellten am 14.01.2003 im Nürnberger Stadtteil Johannis bei einem psychisch kranken Mann ein ganzes Waffenarsenal zur Gefahrenabwehr vorsorglich sicher.

    Die Streife war gegen 08.00 Uhr von einem Gerichtsvollzieher um Amtshilfe gebeten worden, da dieser eine Zwangsräumung durchzuführen hatte. Da der begründete Verdacht bestand, dass der 46-Jährige im Besitz mehrerer Waffen war und im Falle einer Zwangsräumung angedroht hatte, diese auch gegen andere einzusetzen oder sich selbst umzubringen, wurde die Polizeistreife um Unterstützung gebeten.

    Der 46-Jährige, der psychisch äußerst angeschlagen wirkte, konnte zusammen mit seinem ihm zugeteilten Betreuer in der Wohnung angetroffen werden. Dieser konnte ihn überreden, die Wohnung zu verlassen und sich freiwillig zur Behandlung in eine Bezirksklinik zu begeben.

    In der Dreizimmerwohnung, die mit Unrat übersät war, stellten die Beamten ein ganzes Waffenarsenal einschließlich der dazu gehörenden Munition sicher. Es handelte sich um ein Dutzend Luftgewehre, mehrere Pistolen, eine Armbrust mit Pfeilen, Zielfernrohre, die dazu gehörende Munition sowie rund 50 Hieb- und Stichwaffen.

    Der größte Teil der aufgefundenen Waffen kann von Personen über 18 Jahren erlaubnisfrei erworben werden. Bei drei Luftgewehren sowie einer Schleuder und einer Handfeuerwaffe besteht allerdings der Verdacht, dass diese nachträglich technisch verändert worden sind, um einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen. Die technisch veränderten Waffen wurden sichergestellt und an das Landeskriminalamt zur technischen Begutachtung gesandt. In diesem Fall besteht gegen den 46-Jährigen ein Anfangsverdacht wegen Verstoßes nach dem Waffengesetz.

    Die restlichen Waffen sowie die dazu gehörende Munition werden dem Ordnungsamt der Stadt Nürnberg übergeben, um zu prüfen, ob gegen den 46-Jährigen ein Waffenbesitzverbot ausgesprochen werden kann und die Waffen eingezogen werden.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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