Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1434) Verdorbene Spezialitäten

    Schwabach (ots) - Am Mittwoch, den 21.08.2002, gegen 14.30 Uhr, kontrollierte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Feucht auf der Bundesautobahn 9, in Höhe der Anschlussstelle Allersberg, einen Kleintransporter aus dem Landkreis Offenbach. Wie sich herausstellte, war dieser Transporter von einem türkischen Imbissbetreiber aus dem gleichen Landkreis angemietet worden. Der 37-Jährige war auf dem Weg zum Chiemsee, wo am kommenden Wochenende ein großes Reggae-Festival stattfindet. Er wollte dort einen Imbissstand mit verschiedenen Spezialitäten aus Fernost betreiben.

  Bei der ersten groben Prüfung des Fahrzeugs wurde augenscheinlich eine gravierende Überladung festgestellt. Als die Beamten die Hecktüre des Fahrzeugs öffnen ließen, fiel eine von insgesamt acht ungesichert transportierten Propangasflaschen von der Ladefläche auf die Straße. Bei der Verwiegung des Fahrzeugs ergab sich eine Überladung von über 50 %. Bei der anschließenden erforderlichen Abladung des Fahrzeugs wurde augenscheinlich, dass es der türkische Geschäftsmann mit der Hygiene und den lebensmittelrechtlichen Vorschriften nicht so genau nahm. Es kamen neben verschimmelten Töpfen und Pfannen auch Lebensmittel, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet waren, zum Vorschein. So wurde z. B. angetautes Gemüse, ungekühltes halbverdorbenes Fleisch und einige andere Produkte, die zum Teil mehr als ein Jahr über dem Mindesthaltbarkeitsdatum lagen, festgestellt.

  Der zuständige Leiter der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Nürnberger Land überzeugte sich selbst vor Ort von der unglaublichen Situation. Er ordnete die sofortige Vernichtung der verdorbenen Lebensmittel an.

  Der 37-jährige Geschäftsmann muss sich nun wegen erheblicher Verstöße nach dem Lebensmittelgesetz bzw. der Lebensmittelhygieneverordnung sowie wegen Verstößen gegen die Gefahrgut- und Verkehrsvorschriften verantworten.

  Nicht vorzustellen was passiert wäre, wenn diese "Spezialitäten" in den Nahrungskreislauf gelangt wären.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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