Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (210) Waffenlager ausgehoben

        Nürnberg (ots) - Bereits am vergangenen Mittwoch, 30.01.02,
nahmen Beamte des SEK Nordbayern in den Abendstunden einen
33-jährigen Kfz-Mechaniker und einen 35-jährigen Gastronom aus dem
Landkreis Roth vorläufig fest.

In ihrem Besitz hatten die Beiden


  1 Maschinenpistole "Ingram" mit Laserpointer und Schalldämpfer und 1
feuerbereite Maschinenpistole "Scorpion" mit gefülltem und          
eingeführtem Magazin sowie einem Schalldämpfer.

Der Festnahmeaktion waren Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion
Nürnberg ? OK-Dienststelle ? vorausgegangen, die den Verdacht von
Verstößen nach dem Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz begründeten.
Beim Vollzug von Durchsuchungsbeschlüssen, die auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Nürnberg vom Amtsgericht Nürnberg erlassen wurden,
fand sich im Haus des Kfz-Mechanikers ein regelrechtes Waffenarsenal.
Zunächst galt es, scharfe Waffen und Munition von sog. "Deko-Waffen"
zu differenzieren. Eine Vielzahl dieser Deko-Waffen aller Couleur
(Pistolen, Revolver, Langwaffen) muss nun auf waffenrechtlich
relevante Veränderungen untersucht werden, um festzustellen, ob er
diese berechtigt in Besitz hatte. Unter diesen Stücken befand sich
auch ein unbrauchbar gemachtes Maschinengewehr sowie eine Handgranate
ohne Zünder und ohne Sprengstoff.
In einem Mauerversteck hinter einem Wandtresor entdeckten die
Durchsuchungsbeamten aber auch


  1 weitere scharfe Maschinenpistole "Thompson" mit einem Rund- und      
        einem Langmagazin und in der Werkstatt im Keller des Hauses 1
funktionsfähiges Maschinengewehr 42 mit Patronengurt.

  Die vier vollautomatischen Waffen wurden beschlagnahmt.

  Erschwert wurde die Durchsuchungsaktion durch körperliche Angriffe
und Beleidigungen, mit denen der Vater des 33-jährigen Beschuldigten
die Durchsuchungsbeamten attackierte.

  Die beiden Beschuldigten legten zwischenzeitlich umfassende
Geständnisse ab und benannten dabei auch ihre Bezugsquellen in
Berlin bzw. der Schweiz.  Auf Veranlassung des OK-Kommissariats
werden durch die dortigen Behörden Ermittlungen in eigener
Zuständigkeit geführt.

  Ihre Kooperationsbereitschaft bewahrte die Beschuldigten vor der
Untersuchungshaft, so dass sie ihre Verfahren wegen Verstößen gegen
das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz in Freiheit erwarten
können.


ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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