Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1855) Angetrunkene leisteten teilweise massiven Widerstand

Nürnberg (ots) - Am vergangenen Wochenende hatte es die Nürnberger Polizei wieder mit mehreren Angetrunkenen zu tun, die bei den anschließenden Amtshandlungen Widerstand leisteten und in zwei Fällen die eingesetzten Beamten auch mit einem Messer bedrohten. Fall 1: Am Freitag, 28.09.2001, gegen 14.30 Uhr, wurde am Bauhof in der Nürnberger Innenstadt ein 18-jähriger Punker im Rahmen einer Personenkontrolle überprüft. Als dieser die Angabe seiner Personalien verweigerte, sollte er festgehalten und zur Dienststelle gebracht werden. Plötzlich schlug der 18-Jährige um sich und traf einen Polizeibeamten mit der Faust am Kopf. Erst der Einsatz des Pfeffersprays und eine anschließende Fesselung gewährleisteten, dass der Tatverdächtige zur Dienststelle und anschließend in der Haftzelle ausgenüchtert werden konnte. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Fall 2: Am Samstag, 29.09.2001, kurz vor 20.00 Uhr, wurden Dienstkräfte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd zu einem Biergarten in der Beuthener Straße gerufen. Dort hatte sich eine 24-Jährige, die deutlich unter Alkoholeinwirkung stand, mit Angehörigen eines Sicherheitsdienstes angelegt. Da der Sicherheitsdienst mit der Frau nicht mehr zu Rande kam, bemühte man die Polizei. Doch auch auf die polizeilichen Aufforderungen reagierte die 24-Jährige nicht. Die Beamten entschlossen sich daraufhin, die Frau in Gewahrsam zu nehmen. Als sie zum Streifenfahrzeug gebracht werden sollte, schlug die 24-Jährige plötzlich um sich und biss einem Beamten in die rechte Schulter. Auch in diesem Fall gewährleistete erst der Einsatz des Pfeffersprays und eine Fesselung der Frau den ordnungsgemäßen Transport zur Ausnüchterungszelle. Gegen die 24-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und Körperverletzung eingeleitet. Fall 3: Am Samstagabend, 29.09.2001, kurz vor 22.00 Uhr, wollten Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte einen 18-Jährigen, der stark angetrunken war, aus der Königstorpassage verweisen. Als dieser trotz mehrmaliger Aufforderung dem Platzverweis nicht nachkam, wollte ihn die Streife in Gewahrsam nehmen. Plötzlich zog der Angetrunkene ein Messer (Klingenlänge ca. 18 cm) und bedrohte damit die Beamten. Diese konnten den Angriff abwehren und den 18-Jährigen mit unmittelbarem Zwang zu Boden bringen. Er wurde ebenfalls gefesselt und zur Ausnüchterung in die Polizeihaftanstalt gebracht. Gegen den Tatverdächtigen, der erst vor kurzem aus der Strafhaft entlassen worden war, wurde ein erneutes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er wurde dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Fall 4: Am Sonntagmorgen, 30.09.2001, kurz vor 03.00 Uhr, bedrohte ein 39-Jähriger Gäste einer Bierbar in der Nürnberger Innenstadt. Kurz darauf schlug der Mann, der ebenfalls deutlich angetrunken war, in der Gaststätte mit einer Eisenstange eine Fensterscheibe ein und flüchtete anschließend. Eine hinzugerufene Polizeistreife konnte den Tatverdächtigen noch in unmittelbarer Nähe des Tatortes antreffen. Sie forderten den Mann auf, die Eisenstange abzulegen. Dieser Aufforderung kam er zwar nach, allerdings zog er nunmehr plötzlich ein Taschenmesser und bedrohte damit die Beamten mit den Worten «wenn Ihr herkommt, stech´ ich Euch ab». Auch in diesem Fall konnte der Tatverdächtige nur durch den Einsatz des Pfeffersprays überwältigt und vorläufig festgenommen werden. Bei der anschließenden Aufarbeitung des Vorfalles wurde bekannt, dass der 39-Jährige am Kornmarkt eine Schubkarre entwendet hatte. Die Schubkarre, die mit Steinen und einer eisernen Absperrungsstange beladen war, schob er dann in Richtung des Innenstadtlokals, wo es anschließend zu den Straftaten kam. Der 39-Jährige blieb bis zu seiner Ausnüchterung in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands u. a. eingeleitet. ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken Rückfragen bitte an: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken Telefon: 0911-211-2011/12 Fax: 0911-211-2010 Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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