Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1743) Lkw schiebt Sprinter auf Tanklastzug- Sprinter-Fahrer schwerst verletzt - A 3 in Fahrtrichtung Würzburg gesperrt

Wachenroth, Lkr. Erlangen-Höchstadt (ots) - Bei einem Auffahrunfall auf der A 3 ist am späten Montagabend ein Sprinter-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwerst verletzt worden. Ein Lkw-Fahrer war an einem Stauende auf den Kleintransporter aufgefahren und hatte diesen auf einen davor stehenden Tanklastzug geschoben. Die Autobahn ist weiterhin (Stand 07.00 Uhr) in Richtung Würzburg komplett gesperrt. Aus dem Tanklastzug läuft eine größere Menge Diesel aus.

Der Unfall ereignete sich gegen 23.20 Uhr zwischen den Anschlussstellen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld. Nach den ersten Feststellungen hatte sich dort wegen einer Nachtbaustelle ein Stau gebildet. Ein Lastzug mit ungarischer Zulassung erkannte offensichtlich das Ende des Staus zu spät, fuhr auf einen Sprinter auf und schob diesen auf einen davor stehende Tanklastzug aus dem Landkreis Paffenhofen/Ilm. Der Fahrer des tschechischen Kleintransporters wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Nach Landung eines Hubschraubers versorgte ein Notarzt den Schwerstverletzten vor Ort. Anschließend kam der Mann in eine Erlangener Klinik. Der Lenker des Tankzuges zog sich ebenso wie der ungarische Fahrer des auffahrenden Lastzuges leichtere Verletzungen zu. Beide wurden durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Höchstadt an der Aisch eingeliefert.

Durch den Aufprall auf den Tanklastzug entstand an einer ca. 11.000 Liter fassenden Kammer ein Leck, aus dem Diesel ausströmte. Insgesamt war der Auflieger mit ca. 35.000 Liter beladen. Ein Ersatzfahrzeug, in das der Treibstoff aus der beschädigten Kammer umgepumpt werden kann, ist bereits auf dem Weg zur Unfallstelle. Zur Begutachtung des betroffenen Erdreiches ist ein Verantwortlicher des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes aus Erlangen mittlerweile am Einsatzort.

Die beteiligten Fahrzeuge sind durch den Aufprall stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Vor allem der Sprinter wurde total beschädigt. Die Höhe des gesamten Sachschadens kann momentan noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber im sechsstelligen Bereich liegen.

Die A 3 ist in Fahrtrichtung Würzburg weiterhin komplett gesperrt. Der Verkehr wird durch die Autobahnmeisterei an der AS Höchstadt-Nord abgeleitet. Es hat sich bereits ein längerer Rückstau gebildet. Aufgrund der noch andauernden Bergungsarbeiten und der damit verbundenen Vollsperrung muss sowohl auf der A 3 als auch auf der Umleitungsstrecke mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. An der Unfallstelle war ein Großaufgebot der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg ein Sachverständiger zur Unfallstelle beordert.

Nachtrag zu Lkw-Unfall auf A3 - Ein Fahrstreifen wieder geöffnet

Nach dem schweren Lkw-Unfall in der Nacht zum Dienstag ist seit 07.40 Uhr ein Fahrstreifen in Richtung Würzburg wieder geöffnet. Der Verkehr wird jetzt einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Die an dem Unfall beteiligten Fahrzeuge sind inzwischen alle geborgen und von der Unfallstelle weggeschleppt worden. Allerdings dauern die Reinigungsarbeiten noch an. Hier wird in Kürze eine Spezialmaschine zum Einsatz kommen. Diese Arbeiten werden nach vorsichtigen Schätzungen mindestens noch bis 10:00 Uhr andauern.

Karl-Heinz Schmitt, Erster Polizeihauptkommissar

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