Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1052) Mit Messer selbst verletzt

      Nürnberg (ots) - Am 06.06.2001, gegen 04.30 Uhr, bemerkte
eine Polizeistreife in der Fürther Straße in Nürnberg einen
Mann, der verwirrt umhertorkelte und sich auffällig
desorientiert verhielt. Der Mann lief kreuz und quer über den
Grünstreifen und die Straße, setzte sich kurzzeitig nieder,
stand daraufhin wieder auf und lief auf der Straße weiter.

    Als die Beamten den Mann überprüfen wollten und ihn daher aufforderten, stehen zu bleiben, drehte sich der Mann plötzlich um und zog aus dem Hosenbund ein gezacktes ca. 25 cm großes Fahrtenmesser hervor. Der verwirrte Mann bedrohte damit die Beamten und legte das Messer trotz mehrfacher Aufforderung nicht beiseite. Auch als die Beamten Pfefferspray einsetzten, zeigte der Mann keine Reaktion und hielt weiterhin das Messer in der Hand.

    Die Beamten versuchten beruhigend auf den Verwirrten einzuwirken und ihn dazu zu bewegen, das Messer wegzunehmen. Plötzlich richtete der Mann das Messer gegen sich und stach sich damit zwei Mal in den Bauch. Trotz der Verletzungen und dem im Bauch steckenden Messer zeigte der Mann keinerlei Verhaltensänderung und auch keinerlei Schmerzen. Er redete weiterhin verwirrt und konnte erst nach längerem Zureden und Aushändigen einer Zigarette dazu bewogen werden, sich vom Notarzt behandeln zu lassen.

    Der Mann, wie sich später herausstellte, ein 37-Jähriger aus Fürth, wurde ins Klinikum Nord gebracht und dort operiert; es besteht keine Lebensgefahr. Die genauen Hintergründe seines Handelns und seiner Desorientierung sind derzeit noch nicht geklärt. Zur Überprüfung auf Alkohol- bzw. auf Drogeneinnahme wurde eine Blutentnahme durchgeführt.

Der Mann selbst konnte noch nicht vernommen werden.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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