Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (367) Mongolenparty endete mit Schlägerei

      Nürnberg (ots) - Bereits am 15.02.2001 wurde nach
Mitteilung von Anwohnern die Polizei zu einer Schlägerei in die
Norikerstraße in Nürnberg gerufen, weil mehrere Fensterscheiben
zu Bruch gegangen waren.

    Schon bei der Anfahrt der Polizeistreifen konnten in Tatortnähe mehrere flüchtende Mongolen festgenommen werden. Schließlich wurden insgesamt sechs Mongolen im Alter von 22 bis 25 Jahren ermittelt, die sich zur Tatzeit in der Wohnung eines 25-jährigen Mongolen aufgehalten hatten.

    Alle Personen wurden vorläufig festgenommen und nach ambulanter ärztlicher Versorgung zur Klärung des Sachverhaltes zur Polizeiinspektion Ost verbracht.

    Da sich die Klärung der Identität und des Aufenthaltsrechtes der Mongolen äußerst schwierig darstellte, wurden sie dem Ausländerkommissariat überstellt. Letztlich wurde ermittelt, dass sich drei Mongolen illegal in der BRD aufgehalten und zur Verschleierung ihrer Identitäten gefälschte Ausweisdokumente oder die Pässe von anderen Mongolen vorgelegt hatten. Diese drei Mongolen kamen in Abschiebehaft.

    Gegen den Wohnungsinhaber wird Anzeige wegen Einschleusens erstattet, weil er die Illegalen beherbergt hatte. Als tatsächlicher «Einschleuser» wurde aber ein ebenfalls festgenommener 25-jähriger Mongole ermittelt, der aus der Wohnung geflüchtet war und in Tatortnähe festgenommen werden konnte. Gegen ihn wurde ebenfalls Haftbefehl erlassen.

    Bei der durchgeführten Wohnungsdurchsuchung bei diesem Schleuser im Stadtteil Schoppershof wurden noch ein weiterer 22-jähriger illegaler Mongole und eine 27-jährige Mongolin angetroffen. Während der Mann in Abschiebehaft kam, wird gegen die Frau aus Hessen Anzeige erstattet, weil sie sich nicht in Nürnberg aufhalten durfte.

    Der Anlass für die Auseinandersetzung in der Wohnung konnte bisher nicht ermittelt werden, dürfte aber in der Verwendung der falschen Identitäten und dem Verleih der Pässe zu finden sein. Ernsthafte Verletzungen waren bei der Auseinandersetzung nicht zu beklagen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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