Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1) 52-Jährige an den Folgen von Schlagverletzungen gestorben

      Nürnberg (ots) - Am Abend des 24.10.2000 verstarb im
Bezirkskrankenhaus Ansbach eine 52-jährige Patientin. Da die
Todesursache unklar war, und die Frau Hämatome im Gesicht und am
Körper aufwies, bestand der Verdacht auf Gewalteinwirkung. Bei
der durchgeführten Obduktion bestätigte sich, dass die Frau an
den Folgen einer tätlichen Auseinandersetzung verstorben ist.

    Den Ermittlungen der Kriminalpolizei zufolge lebte die 52-jährige Elke S. seit etwa einem halben Jahr von ihrem Ehemann getrennt. Sie lernte danach den 26-jährigen Marcus T. kennen, der zu ihr in die Wohnung nach Nürnberg-Gostenhof zog. Beide Personen sprachen dem Alkohol übermäßig zu. Am Abend des 19.10.2000 gerieten sie nach dem Konsum von je einer Flasche Wodka zuerst in einen verbalen Streit und schließlich schlug Herr T. einmal gezielt mit der Faust auf das Auge von Elke S. Die Frau stürzte daraufhin auf den Wohnzimmertisch und fiel danach zu Boden. Ihr Lebensgefährte brachte sie später ins Bett und versorgte sie notdürftig. Am 20.10.2000 blieben beide in der Wohnung, und nachdem sich die Frau am darauffolgenden Tag in eine Gastwirtschaft begab, veranlasste dieser Wirt schließlich ihre Einlieferung in ein Krankenhaus. Bei weiteren Untersuchungen wurden in der Uni-Klinik Erlangen geringe Blutungen im Gehirn festgestellt. Am 24.10.2000 wurde die 52-Jährige in das Bezirkskrankenhaus eingeliefert, um ihre Entzugserscheinungen behandeln zu lassen. Dort verstarb sie.

    Als Motiv der Tat dürfte Eifersucht eine Rolle spielen. Marcus T. musste nämlich am 23.10.2000 eine Freiheitsstrafe antreten, nachdem seine Bewährung widerrufen worden war. Er hatte Bedenken, dass seine Lebensgefährtin sich während dieser Zeit einem anderen Mann zuwenden könnte.

    Der tatverdächtige Marcus T. wurde nun in der JVA zum Sachverhalt vernommen. Er gab den gezielten Schlag zu. Die Ermittlungen laufen wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Anmerkung:     Um neutrale Zeugenaussagen zu erhalten, war es nicht möglich, den Sachverhalt früher zu veröffentlichen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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