Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (5) Kinder mehrfach sexuell missbraucht

      Nürnberg (ots) - Nach umfangreichen Ermittlungen konnte das
Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei jetzt einen Fall
abschließen und einen 46-jährigen Berufskraftfahrer aus Nürnberg
als Tatverdächtigen überführen, der in mehr als 100 Fällen zwei
Kinder (12-jähriger Junge und 13-jähriges Mädchen) sexuell
missbrauchte.

    Der 46-Jährige gehörte zum Bekanntenkreis der beiden Kinder (zwei Familien) und war als Berufskraftfahrer im Speditionsgewerbe unterwegs. In dieser Eigenschaft erschlich er sich das Vertrauen der beiden Kinder und zeigte ihnen bei Tagestouren seinen //tollen// Lkw und nahm sie auch anschließend mit in seine Wohnung nach Nürnberg.

    Dabei kam es im Zeitraum von 1994 bis September 1999 immer wieder zu sexuellen Handlungen u. a. in der Schlafkabine des Lkw oder in seiner Wohnung.

    Als die Mutter des Mädchens Verhaltensveränderungen an ihrer Tochter feststellte und von ihr auch Andeutungen erhielt, vertraute sie sich der Kriminalpolizei an. Durch umfangreiche, teilweise sehr sensibel geführte Gespräche erfuhren die Ermittler von den beiden Kindern anschließend den ganzen Tathergang.

    Der 46-Jährige war in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Speditionen als Kraftfahrer unterwegs, ist selbst verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Er wurde vorläufig festgenommen und legte vor der Kriminalpolizei ein Geständnis ab. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg erließ gegen den Mann Haftbefehl.

    In diesem Zusammenhang appelliert die Kriminalpolizei an alle Eltern:

    - Prüfen Sie die Kontakte Ihrer Kinder und notfalls hinterfragen Sie diese.     - Erklären Sie Ihren Kindern, dass mit Lockangeboten, wie in diesem Fall gezeigt, kritisch umgegangen werden muss.

    Die beiden missbrauchten Kinder erlitten zwar keine Verletzungen, der psychische Schaden ist jedoch noch nicht abzusehen. Das Jugendamt der Stadt Nürnberg wurde eingeschaltet, um zusammen mit den Eltern eine entsprechende Betreuung zu übernehmen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken
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