Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1729) Familienstreit löste Polizeieinsatz aus

    Nürnberg (ots) - Was mit einem Familienstreit begann, entwickelte sich im Laufe der vergangenen Nacht (31.07.2007) zu einem größeren Polizeieinsatz. Dazu waren im Nürnberger Stadtteil Gostenhof mehrere Polizeistreifen eingesetzt.

    Am 31.07.2007, kurz nach 01.00 Uhr morgens, war eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West zu einem Mehrfamilienhaus in der Murrstraße gerufen worden. Dort hatte ein 42-Jähriger nach einem Streit seine Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen. Mit dem 42-Jährigen waren das 3-jährige Kind sowie ein 29-jähriger Bekannter des Paares in der Wohnung zurückgeblieben. Den eintreffenden Beamten, die sich vor allem vom Wohlergehen des Kindes überzeugen und Kontakt zum Wohnungsinhaber aufnehmen wollten, wurde nicht geöffnet. Vielmehr rief dieser durch die verschlossene Türe, dass er im "Besitz einer scharfen Waffe sei und sich damit auskenne". Da aufgrund dieser Erkenntnisse nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sowohl dem Kind als auch dem Bekannten bei einer Eskalation der Situation in der Wohnung etwas zustoßen könne, forderte die Streife zur Unterstützung weitere Einsatzkräfte an. Zudem ergaben Recherchen, dass der 42-Jährige aufgrund seiner früheren Tätigkeit bei einem Wachunternehmen noch im Besitz einer Waffenbesitzkarte war.

    In der Folgezeit nahmen die Polizeikräfte immer wieder Kontakt zu dem 42-Jährigen auf. Dieser weigerte sich jedoch strikt, die Wohnungstüre zu öffnen und drohte vielmehr an, dass dann "etwas passieren" würde. Schließlich ließ er jedoch auf Zureden seinen Bekannten aus der Wohnung, verweigerte jedoch die Herausgabe des Kindes.

    Als nach weiteren Gesprächen, die sowohl über den Balkon als auch die Wohnungstüre mit dem 42-Jährigen geführt wurden, plötzlich Ruhe einkehrte, entschlossen sich die hinzugezogenen Spezialeinsatzkräfte der mittelfränkischen Polizei zum Öffnen der Wohnungstüre. In der Wohnung konnte der 42-Jährige schließlich schlafend angetroffen werden. Er stand deutlich unter Alkoholeinwirkung. Sein 3-jähriges Kind schlief im Kinderzimmer und hatte von dem Vorfall offensichtlich überhaupt nichts mitbekommen.

    Der 42-Jährige wurde dem Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei überstellt. Gegen ihn wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Eine Schusswaffe konnte in der Wohnung nicht gefunden werden. Das Motiv seines Handelns dürfte im vorangegangenen Streit mit seiner Ehefrau zu suchen sein. Die Polizei prüft deshalb zurzeit, ob dem 42-Jährigen das Betreten seiner Wohnung sowie der Kontakt zu seiner Ehefrau bis auf weiteres untersagt werden kann. Um das 3-jährige Kind kümmert sich die Ehefrau. Die Sozialbehörden werden entsprechend verständigt.

    Peter Schnellinger/hu


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